Bewegend und ehrlich
Belle und ihre Familie sind in der komfortablen Lage in ihr Ferienhaus auf Martha’s Vineyard umzuziehen, als zu Beginn der Corona Pandemie in Manhattan zu verharren. Belle meint, eine überaus glückliche Beziehung zu führen, bis zum Anruf eines fremden Mannes. Er erzählt ihr, dass ihr Mann James eine Affäre mit seiner Frau hat. Sie konfrontiert ihn damit, er verharmlost alles. Trotzdem verlässt er sie und die drei Kinder überstürzt und kehrt zurück nach New York. Belle ist fassungslos allein in der Isolation, denn während der Pandemie ist kein direkter Kontakt mit Freunden möglich. Ihr bleibt nur ein schmerzhaftes Gedankenkarussel, das sich ständig um Wut und vor allem um den Grund der Trennung dreht. Natürlich wuchs sie in einer Gesellschaft auf, in der Männer das Fremdgehen als unvermeidlicher Umgang mit den Versuchungen des Lebens verbunden war und als natürliche Begleitung auf dem Weg des Erfolges akzeptiert wurde. Als Frau und Mutter wurde erwartet, diese Fehltritte stillschweigend zu verzeihen. Doch sie kann sich nicht mit dem eiskalten Verrat arrangieren.
Dies sind die Memoiren einer gebildeten Frau, die sich in die jahrelange komfortable Abhängigkeit begeben hat. Trotzdem ist der Schmerz, den sie beschreibt, bewegend und ehrlich. Besonders zu schaffen macht ihr die gesellschaftliche Ächtung vermeintlicher Freunde. Gerade deshalb empfehle ich den Roman allen Frauen, die ähnliches durchleben mussten und allen anderen als Warnung nicht in die selbe Falle zu geraten.
Dies sind die Memoiren einer gebildeten Frau, die sich in die jahrelange komfortable Abhängigkeit begeben hat. Trotzdem ist der Schmerz, den sie beschreibt, bewegend und ehrlich. Besonders zu schaffen macht ihr die gesellschaftliche Ächtung vermeintlicher Freunde. Gerade deshalb empfehle ich den Roman allen Frauen, die ähnliches durchleben mussten und allen anderen als Warnung nicht in die selbe Falle zu geraten.