Der schöne Schein trügt
Im Buch berichtet Belle Burden schonungslos und offen über ihr Leben, ihre Ehe und über die Fehler, die sie gemacht hat. Es wird aber nicht anklagend geschrieben, sondern sie schreibt nüchtern über ihr (doch sehr privilegiertes) Leben, über ihre Familie und natürlich über ihre Ehe. Aus dem Wolkenschloss einer glücklichen Ehe und Familie fällt sie tief als ihr Mann sie plötzlich und ohne Vorwarnung verlässt. Von jetzt auf gleich. Mitten in der Corona-Zeit, wo die Welt sowieso stehen zu bleiben scheint, bricht ihr ganzes bisheriges Leben zusammen. Eine Erklärung, warum er das getan hat, bleibt für sie und auch für den Leser bis zum Ende nicht erklärlich. Aber es zeigt sich, dass man den Menschen, der einem am Nächsten zu sein scheint, doch nicht wirklich kennt. Und dass dieser Mensch Wesenszüge annehmen kann, die einfach nur sprachlos machen. Insbesondere an den Stellen in denen es um die Scheidung und der Aufteilung des Vermögens geht. Wohnungen/Häuser, die mit ihrem Vermögen angeschafft wurden und bei denen sie aus Liebe auf die Eintragung im Grundbuch verzichtet, sollen später aufgeteilt werden und sie soll ihren Mann auszahlen. Er baut Vermögen auf und kann es behalten, die Frau steht mit wenigem da. Es zeigt sich ein Bild, dass es bei vielen Scheidungen gibt. Hier ist es allerdings ein bisschen der Blindheit von Belle Burden selbst geschuldet, dass sich in ihrer Ehe entgegen aller Warnungen aus ihrem Umfeld nur auf ihrem Mann verlassen hat und ihm alles überlässt. Am Ende soll sie dafür noch einmal bezahlen. Obwohl Belle Burden Jura studiert hat und einige Jahre als Anwältin gearbeitet hat, hat mit den Eindruck von zu viel Naivität. Sie gibt sich ganz für die Familie auf und bleibt nach der Geburt der Kinder zu Hause. Ihr Mann arbeitet weiter.
Auch erscheint mir die Ehe an manchen Stellen zu harmonisch. Nie Streit?! Alle schlechten Angewohnheiten scheint sie klaglos hinzunehmen. Sie muss für jeden Dollar, den sie ausgibt Rechenschaft ablegen und er kauft sich das, was er möchte. Schulgeld zahlt die Stiefmutter und sie könnten es selber mit links bezahlen. Das ihr Mann sehr gut verdient hat, stellt sich im Scheidungsverfahren heraus. Ob alles tatsächlich so war, weiß nur sie selbst. Vieles zeigt sich im Rückblick vielleicht aber auch verklärt.
Das Cover ist mit 2 Vögeln relativ schlicht gehalten und könnte auf die mehrfach im Buch erwähnten Adler hindeuten. Auch die Farben des Buches gefallen mir.
Fazit:
Es ist ein gut geschriebenes Buch, in welchem Belle Burden sehr offen über ihr Leben und das ihrer gesamten Familie schreibt. Lesenswert und vielleicht für einige Frauen auch Augenöffnend.
Auch erscheint mir die Ehe an manchen Stellen zu harmonisch. Nie Streit?! Alle schlechten Angewohnheiten scheint sie klaglos hinzunehmen. Sie muss für jeden Dollar, den sie ausgibt Rechenschaft ablegen und er kauft sich das, was er möchte. Schulgeld zahlt die Stiefmutter und sie könnten es selber mit links bezahlen. Das ihr Mann sehr gut verdient hat, stellt sich im Scheidungsverfahren heraus. Ob alles tatsächlich so war, weiß nur sie selbst. Vieles zeigt sich im Rückblick vielleicht aber auch verklärt.
Das Cover ist mit 2 Vögeln relativ schlicht gehalten und könnte auf die mehrfach im Buch erwähnten Adler hindeuten. Auch die Farben des Buches gefallen mir.
Fazit:
Es ist ein gut geschriebenes Buch, in welchem Belle Burden sehr offen über ihr Leben und das ihrer gesamten Familie schreibt. Lesenswert und vielleicht für einige Frauen auch Augenöffnend.