Die Geschichte einer Scheidung

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stephie Avatar

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Oh boy, wo fange ich an? Dieses Memoir ist gerade eines der gehyptesten Memoiren im Internet. Belle Burden erzählt und verarbeitet die Geschichte ihrer plötzlichen Scheidung. Ihr Mann hat sie von heute auf morgen vor vollendete Tatsachen gestellt und sie und ihre gemeinsamen Kinder verlassen - für eine andere Frau. Das Buch und die Art, wie Belle Burden schreibt, hat mich direkt vereinnahmt. Ihr Schreibstil ist geradlinig und toll zu lesen. Sie lässt nicht nur aktuelle Geschehnisse in das Buch einfließen, sondern auch Anekdoten aus ihrem Eheleben, dem Kennenlernen zwischen ihr und James und Geschichten aus ihrer Kindheit. Belle kommt nämlich aus privilegierten Verhäktnissen. Sie ist Tochter von Amanda Burden, einer Städteplanerin von New York City und Carter Burden, einem Philanthropen und Politiker. Ihre Großmutter ist ein bekanntes New Yorker Socialite. Daher ist es nicht verwunderlich, dass es in der Scheidungsangelegenheit nicht nur um Persönliches geht, sondern auch um Finanzielles. Denn es gibt zwar einen Ehevertrag, aber dieser steht nicht zugunsten von Belle - weil sie in ihrer Ehe oftmals sehr naive Handlungen getätigt hat. Ich wollte oft beim Lesen ins Buch reingreifen und sie ordentlich schütteln und rufen „Tu das nicht“. Ich fand es ganz toll, wie Belle Burdon schonungslos und ehrlich - auch über ihre eigene Naivität schreibt.

Sie beschreibt ihr Leben - und das ist nun mal ein sehr privilegiertes - als ebensolches. Sie macht keinen Hehl darum, dass es ihr finanziell besser geht als 99% der restlichen Bevölkerung. Ich fand es ziemlich spannend über ihre Perspektive, ihre Vergangenheit und ihr Heranwachsen zu lesen. Mir hat das Buch alles in allem echt gut gefallen und ich habe es in 3 Tagen aufgesaugt.