Eine mutige Frau auf dem Weg zur Selbstbestimmung
Belle Burden verfasst ihr erstes Werk, keinen Roman, sondern eine Autobiographie, in deren Zentrum das schlimmste Ereignis ihres Lebens steht: die plötzliche Entdeckung von der Affäre ihres Mannes, das Chaos, das in diesem Moment ausbricht und ihr Leben durcheinanderbringt und die anschließende Trennung.
Belle und James sind seit über 20 Jahren ein Traumpaar, reich, schön, gesund, intelligent, beides Anwälte mit gehobener Position, Ansehen, drei glücklichen Kindern, einem Inselanwesen und einer Luxuswohnung in bester Wohngegend. Völlig unerwartet während der Coronapandemie und ihres Rückzugs in das Haus auf dem Land erhält Belle die Nachricht, dass ihr Mann angeblich fremd gehen soll, sie kann es nicht glauben, will ihn zur Rede stellen. Eine Welt bricht zusammen, er verneint es nicht, verlässt die Familie ohne Zögern und kehrt nicht mehr zurück. Und die Autorin bleibt völlig aufgelöst, zerstört und an sich selbst zweifelnd zurück.
In dieser Autobiographie erleben wir Leser die Momente der Entdeckung und der Trennung, dann wird die Liebesgeschichte aufgearbeitet, das Kennenlernen, die erste Verliebtheit, Hochzeit, Kinder, Vertrauen und Freundschaft. Sie selbst bleibt bis zum Schluss staunend, kann die Veränderung im geliebten Menschen nicht begreifen, den plötzlichen Wandel, zweifelt an sich selbst und ihren Fähigkeiten zur Menschenkenntnis. Verschiedene Phasen der Trauer und des Schmerzes folgen, Versuche, den Verlust zu verarbeiten, des Weiterlebens, der Konzentration auf die Kinder, der Aufbau der Selbstachtung und die Konzentration auf das eigene Leben, die Rückkehr ins Leben.
Belle Burden schreibt fließend, ihr Bericht liest sich spannend und man hat viel Empathie für diese Frau, die ihre Gefühle, ihre Verletzungen, Ängste und Sehnsüchte offen ausspricht. Allerdings wirkt die Sichtweise auf mich auch sehr amerikanisch, immer wieder wird der Reichtum, die Schönheit und Eleganz der Familienmitglieder betont, der materielle Erfolg, der angehimmelte Vater, die Großmutter als Modeikone, Namedropping, Eliteschulen und -universitäten, eine illustre Familie, die teilweise der Klatschpresse entnommen scheint. Dieser Teil liest sich für mich unbefriedigender und kitschiger, wie bei „The great Gatsby“, wo auch jeder nur auf der vergeblichen Suche nach Glück ist. Und das hat Belle Burden gar nicht nötig, denn die Geschichte ihrer Liebe und deren Ende hat Aussagekraft und Wirkung genug.
Deshalb insgesamt 3,5 Sterne
Belle und James sind seit über 20 Jahren ein Traumpaar, reich, schön, gesund, intelligent, beides Anwälte mit gehobener Position, Ansehen, drei glücklichen Kindern, einem Inselanwesen und einer Luxuswohnung in bester Wohngegend. Völlig unerwartet während der Coronapandemie und ihres Rückzugs in das Haus auf dem Land erhält Belle die Nachricht, dass ihr Mann angeblich fremd gehen soll, sie kann es nicht glauben, will ihn zur Rede stellen. Eine Welt bricht zusammen, er verneint es nicht, verlässt die Familie ohne Zögern und kehrt nicht mehr zurück. Und die Autorin bleibt völlig aufgelöst, zerstört und an sich selbst zweifelnd zurück.
In dieser Autobiographie erleben wir Leser die Momente der Entdeckung und der Trennung, dann wird die Liebesgeschichte aufgearbeitet, das Kennenlernen, die erste Verliebtheit, Hochzeit, Kinder, Vertrauen und Freundschaft. Sie selbst bleibt bis zum Schluss staunend, kann die Veränderung im geliebten Menschen nicht begreifen, den plötzlichen Wandel, zweifelt an sich selbst und ihren Fähigkeiten zur Menschenkenntnis. Verschiedene Phasen der Trauer und des Schmerzes folgen, Versuche, den Verlust zu verarbeiten, des Weiterlebens, der Konzentration auf die Kinder, der Aufbau der Selbstachtung und die Konzentration auf das eigene Leben, die Rückkehr ins Leben.
Belle Burden schreibt fließend, ihr Bericht liest sich spannend und man hat viel Empathie für diese Frau, die ihre Gefühle, ihre Verletzungen, Ängste und Sehnsüchte offen ausspricht. Allerdings wirkt die Sichtweise auf mich auch sehr amerikanisch, immer wieder wird der Reichtum, die Schönheit und Eleganz der Familienmitglieder betont, der materielle Erfolg, der angehimmelte Vater, die Großmutter als Modeikone, Namedropping, Eliteschulen und -universitäten, eine illustre Familie, die teilweise der Klatschpresse entnommen scheint. Dieser Teil liest sich für mich unbefriedigender und kitschiger, wie bei „The great Gatsby“, wo auch jeder nur auf der vergeblichen Suche nach Glück ist. Und das hat Belle Burden gar nicht nötig, denn die Geschichte ihrer Liebe und deren Ende hat Aussagekraft und Wirkung genug.
Deshalb insgesamt 3,5 Sterne