Mut zum Neuanfang

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dicketilla Avatar

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Es ist mitten in der Corona Isolation.James und Belle sind mit ihren 2 Töchtern in ihr Ferienhaus gezogen. Der ältere Sohn blieb bei der Familie seines Freundes. Alles scheint harmonisch zu sein, sogar das Adlerpaar fand sich wieder in ihrem Nest ein.Ein Naturschauspiel, was sie stets begeisterte. Doch dann wird die Harmonie durch einen unerwarteten Anruf zerstört. Ein Mann teilt Belle mit, dass ihr Ehemann eine Affäre mit seiner Frau hätte.James gibt die Tatsache zwar zu, aber versichert, dass diese vorbei sei und er nur sie liebe.Doch am nächsten Tag offenbart er ihr plötzlich, dass er sie verlässt, um mit der anderen Frau zu leben.Es gab keinerlei Vorzeichen, sie führten eine glückliche Ehe, oder hatte sie sich so in ihren Mann geirrt. Plötzlich ist dieser ein Fremder geworden, deren Handeln man ungeschützt ausgesetzt ist.

„Er wollte die Ehe, er wollte mich. Dann wollte er beides nicht mehr.“

Es ist die Geschichte der Aufarbeitung einer Ehe, die einst geschlossen wurde, um bis ins Alter ein gemeinsames Leben zu teilen. Doch was passiert, wenn ein Partner dieses Lebensziel zerstört.Das Buch ist eine Autobiografie, die Autorin verarbeitet darin ihre eigene Scheidung. Schonungslos offen teilt sie ihre Enttäuschung, ihren Kummer und Hoffnungslosigkeit mit.Sie, die zugunsten der Kinder ihren Beruf als Anwältin aufgab, wobei er seine Karriere weiter vorantrieb. Einen Ehevertrag blauäugig und verliebt zustimmte, der ihr später zum Verhängnis wurde.Es ist aber auch ein Spiegelbild der Gesellschaft. In Belles Familie hatten die Frauen die Untreue ihrer Männer hingenommen.Männern wird mehr zugestanden, es scheint die Schuld der Frau zu sein, wenn dieser sich abwendet.

Schritt für Schritt wird die Veränderung Belles aufgezeigt. Man erfährt viel über ihre Familie, die Zeit der Trennung, Scheidung, das Verhalten ihres Mannes gegenüber den Kindern, aber auch ihren Neustart.Und sie beschäftigt sich auch mit sich selbst, welche Rolle sie in der Beziehung spielte. Eine mutige Frau, die ihr Selbstbewußtsein erlangt, für ihre Rechte einsteht. Sich beginnt sich zu wehren, mutiger in ihrem Handeln wird. Das Buch liest sich gut. Es ist aus der Ich Perspektive geschrieben. Eine Geschichte, die andere Frauen die Augen öffnen kann, sich nicht in Momenten der Verliebtheit unterdrücken zu lassen.Belle Burden schreibt mit viel Empathie, wählt ihre Worte bewußt, ohne Hass entstehen zu lassen. Ich kann das Buch nur empfehlen.