So viele Emotionen in einem Buch
"Jeder hat sein Päckchen zu tragen. Das ist deins. Jeder durchlebt irgendwann im Leben eine entscheidende Krise." S. 152
Als #1-New-York-Times-Bestseller ist mir Fremde im englischsprachigen Raum schon öfter begegnet. Umso mehr habe ich mich auf die deutsche Übersetzung gefreut. Und das Buch hat mich nicht enttäuscht. Im Gegenteil, ich war überrascht, wie gut es mir gefallen hat. So gut, dass ich kurz über 5 Sterne nachgedacht habe. Normalerweise lese ich keine Memoiren. Falls ihr also mit dem Genre starten wollt, kann ich euch dieses Buch empfehlen.
Dieses Buch hat mich nämliches so viele Emotionen durchleben lassen. Ich musste schmunzeln, war traurig, wütend und teilweise einfach nur fassungslos. Gleichzeitig konnte ich es kaum aus der Hand legen.
In Fremde erzählt Belle Burden von ihrer eigenen Geschichte. Nach fast 20 Jahren Ehe erklärt ihr Mann ihr aus dem Nichts, dass er die Ehe und das gemeinsame Leben nicht mehr will. Plötzlich muss sie nicht nur mit dem Ende ihrer Beziehung umgehen, sondern auch herausfinden, wer sie ohne diesen Mann überhaupt ist.
"Das entscheidende Gespräch, das ich ein Jahr lang vor mir hergeschoben hatte, dauerte zehn Minuten." - S. 69
Beim Lesen war ich teilweise so sauer auf ihren Ex-Mann, dass ich das Buch am liebsten kurz zur Seite gelegt hätte. Gleichzeitig hat mich Belle auch selbst manchmal frustriert, weil sie ihrem Mann über die Jahre sehr viel Verantwortung überlassen hat, gerade wenn es um die Finanzen ging. Genau das macht das Buch für mich aber auch so interessant, weil man beim Lesen automatisch darüber nachdenkt, wie schnell man sich in einer Beziehung abhängig machen kann, ohne es überhaupt zu merken. Trotzdem wollte ich die ganze Zeit wissen, wie es zwischen den beiden weitergeht und welche Antworten Belle noch bekommt.
Mir hat gefallen, wie offen sie über die Trennung, ihre Zweifel und ihre eigene Naivität schreibt. Gleichzeitig ist ihr bewusst, wie privilegiert sie lebt, und sie versucht nicht, ihre Situation mit der anderer Menschen gleichzusetzen. Auch der Aufbau hat für mich gut zur Geschichte gepasst. Statt klassischer Kapitel ist das Buch in mehrere größere Teile gegliedert, die verschiedene Phasen ihres Lebens und ihrer Entwicklung begleiten. Dadurch ließ sich die Geschichte für mich sehr flüssig lesen und ich wollte immer wissen, wie es für sie weitergeht. Und ja, am Ende bleiben ein paar Fragen offen, aber that’s life.
Für mich war das deshalb viel mehr als nur die Geschichte einer gescheiterten Ehe. Es geht auch um finanzielle Unabhängigkeit, Selbstständigkeit und darum, sich nach einem Leben, das man eigentlich für sicher gehalten hat, selbst wiederzufinden.
Ich habe das Buch verschlungen und hätte nicht erwartet, dass mich die Geschichte emotional so mitnimmt. Eine Leseempfehlung von mir, die definitiv zum Nachdenken anregt. Ich hoffe, dass Belle Burden in Zukunft noch weitere Bücher veröffentlicht, denn ich würde wieder etwas von ihr lesen.
Als #1-New-York-Times-Bestseller ist mir Fremde im englischsprachigen Raum schon öfter begegnet. Umso mehr habe ich mich auf die deutsche Übersetzung gefreut. Und das Buch hat mich nicht enttäuscht. Im Gegenteil, ich war überrascht, wie gut es mir gefallen hat. So gut, dass ich kurz über 5 Sterne nachgedacht habe. Normalerweise lese ich keine Memoiren. Falls ihr also mit dem Genre starten wollt, kann ich euch dieses Buch empfehlen.
Dieses Buch hat mich nämliches so viele Emotionen durchleben lassen. Ich musste schmunzeln, war traurig, wütend und teilweise einfach nur fassungslos. Gleichzeitig konnte ich es kaum aus der Hand legen.
In Fremde erzählt Belle Burden von ihrer eigenen Geschichte. Nach fast 20 Jahren Ehe erklärt ihr Mann ihr aus dem Nichts, dass er die Ehe und das gemeinsame Leben nicht mehr will. Plötzlich muss sie nicht nur mit dem Ende ihrer Beziehung umgehen, sondern auch herausfinden, wer sie ohne diesen Mann überhaupt ist.
"Das entscheidende Gespräch, das ich ein Jahr lang vor mir hergeschoben hatte, dauerte zehn Minuten." - S. 69
Beim Lesen war ich teilweise so sauer auf ihren Ex-Mann, dass ich das Buch am liebsten kurz zur Seite gelegt hätte. Gleichzeitig hat mich Belle auch selbst manchmal frustriert, weil sie ihrem Mann über die Jahre sehr viel Verantwortung überlassen hat, gerade wenn es um die Finanzen ging. Genau das macht das Buch für mich aber auch so interessant, weil man beim Lesen automatisch darüber nachdenkt, wie schnell man sich in einer Beziehung abhängig machen kann, ohne es überhaupt zu merken. Trotzdem wollte ich die ganze Zeit wissen, wie es zwischen den beiden weitergeht und welche Antworten Belle noch bekommt.
Mir hat gefallen, wie offen sie über die Trennung, ihre Zweifel und ihre eigene Naivität schreibt. Gleichzeitig ist ihr bewusst, wie privilegiert sie lebt, und sie versucht nicht, ihre Situation mit der anderer Menschen gleichzusetzen. Auch der Aufbau hat für mich gut zur Geschichte gepasst. Statt klassischer Kapitel ist das Buch in mehrere größere Teile gegliedert, die verschiedene Phasen ihres Lebens und ihrer Entwicklung begleiten. Dadurch ließ sich die Geschichte für mich sehr flüssig lesen und ich wollte immer wissen, wie es für sie weitergeht. Und ja, am Ende bleiben ein paar Fragen offen, aber that’s life.
Für mich war das deshalb viel mehr als nur die Geschichte einer gescheiterten Ehe. Es geht auch um finanzielle Unabhängigkeit, Selbstständigkeit und darum, sich nach einem Leben, das man eigentlich für sicher gehalten hat, selbst wiederzufinden.
Ich habe das Buch verschlungen und hätte nicht erwartet, dass mich die Geschichte emotional so mitnimmt. Eine Leseempfehlung von mir, die definitiv zum Nachdenken anregt. Ich hoffe, dass Belle Burden in Zukunft noch weitere Bücher veröffentlicht, denn ich würde wieder etwas von ihr lesen.