Tief berührend

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judykupy Avatar

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„Fremde“ von Belle Burden ist eine tief berührende, autobiografische Aufarbeitung über das abrupte Ende einer zwanzigjährigen Ehe. Wenn der eigene Partner von heute auf morgen zum Fremden wird, bricht die bisherige Lebenswelt zusammen. Schonungslos ehrlich und ohne Beschönigung schildert Burden den Schmerz, die Lähmung und die finanziellen Abgründe nach der Trennung mitten in der Pandemie.

Obwohl Einblicke in das privilegierte amerikanische Clubleben die Erzählung fast wie einen Roman wirken lassen, bleiben die zentralen Themen wie Vertrauen, Naivität und der Verlust von Sicherheit universell greifbar. Besonders stark wirkt das Buch auf mich durch Belles beachtliche Entwicklung: Aus einer tief verletzten Frau wird Schritt für Schritt eine Persönlichkeit, die mutig für sich und ihre drei Kinder einsteht. Trotz eines eher schlichten Schreibstils geht diese Geschichte unter die Haut. Ein nachdenklich stimmendes, mutiges Werk über Neubeginn und Emanzipation.