Wo ist Jan?

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zoe82 Avatar

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Ich liebe Norwegen und war auch schon am Preikestolen. „Frøhland“, ein psychologischer Thriller von Thomas Kiehl, ist ein Slow Burner, der erst Atmosphäre aufbaut, bevor er Fahrt aufnimmt und die Wahrheit allmählich ans Licht kommt. Worum geht es?
Die junge Rechtsanwältin Helene Franzen sucht ihren Bruder Jan. Der war von einem Selbstfindungs-Seminar nie zurückgekehrt. Angeblich hat er sich von dem berühmten Felsplateau gestürzt. Helene glaubt dies nicht und besucht das Retreat.
Die angeleiteten Trancen und Gruppentherapien offenbaren interessante neue Fakten, aber auch Fragen. Nichts ist so, wie es scheint. Niemand ist der, der er zu sein scheint. Fast jeder hat etwas zu verbergen.
Und dann verschwindet eine weitere Person…
„Frøhland“ ist leidlich spannend. Immer mal wieder sind Geschichten der Teilnehmer eingestreut. Sie verleiten zu unterschiedlichen Spekulationen und Deutungen.
Mystisch angehauchte Schilderungen. Sektenähnliche Strukturen und Gehirnwäsche. Dieses ganze Eso-Gedöns, Krafttiere und Energien, ging mir auf den Keks. Zitat: „Verbinde dich mit dem Felsen.“ So ein Schwachsinn.
Der selbsternannte Heiler Ando Frøhland kommt mega unsympathisch und übergriffig rüber. Er ist ein Manipulator, ein Kontrollfreak. Ein Scharlatan, ein Lügner.
Auch mit Helene bin ich nicht wirklich warm geworden. Am Ende eskaliert die Situation und es gibt noch die eine oder andere Überraschung.

Fazit: Schöne Landschaft reicht nicht, um Spannung zu erzeugen.