Ein Buch, das noch lange im Gedächtnis bleibt.

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holzfrieden Avatar

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Wir alle kennen den Begriff der Sudetendeutschen, verbinden aber oft nicht wirklich etwas mit deren Geschichte. In ihrem Buch „Geteiltes Haus“ schreibt Alice Horáčková eine deutsch-tschechische Familiengeschichte. In den Familien, die Riesengebirge leben, wurde Tschechisch und Deutsch gesprochen. Der Roman ist geprägt von einer feinen Sprache, gepaart mit einer gehörigen Portion Humor, manchmal auch Ironie. Das macht die Erzählweise so besonders.
Zdenka und Anežka sind zwei starke Frauenfiguren, die für die deutsche und tschechische Kultur stehen. Dieses Buch aber ist mehr. Es umfasst eine große Anzahl an Protagonisten, was ein manchmal schwindeln lässt. Dennoch ist genau dieser Erzählansatz das Besondere, da er die Vielfältigkeit der Lebensläufe, Lebensentwürfe und des Lebens innerhalb beider Kulturen zeigt, ebenso wie die politischen Entwicklungen, die das Leben aller beeinflussen. Im Fokus steht die Geschichte der Familie Hollmann, die über vier Generationen erzielt wird. Zeitlich befinden wir uns vor dem ersten Weltkrieg bis nach dem Zweiten. Politischen Entwicklungen sind verknüpft mit den Schicksalen der Protagonisten. Das lässt einen die Inhalte besser verstehen und für zudem zu einer geschichtlichen Einordnung. Hervorzuheben sind die Dialoge, die einfach sehr originell sind, gleichzeitig aber auch tief in die Charaktere blicken lassen. Es ist gar nicht so einfach, dieses Buch mit einem Satz zu beschreiben, weil es so viele erzählerische Elemente enthält, die in Kombination mit historischen Fakten das große ganze bilden. Ich kann nur sagen, dass es mir sehr gut gefallen hat.