Gründlich giftig
Drei Protagonisten: junge Frau, junger Mann, junges Mädchen. Eine klassische Familienkonstellation mit einer Grundidee, die definitiv Potential für mehr hatte. Also mehr, als das Buch am Ende war und ist. Für mich bedeutet das vor allem, dass mir alle drei Protagonisten komplett unsympathisch waren. Am sympathischsten ist vielleicht noch Joran, der junge Mann, der aus dem Gefängnis entlassen wird und einfach nur neu beginnen will. Die Hürden, mit denen er sich konfrontiert sieht, sind teilweise realistisch, andere wiederum hanebüchen unrealistisch, dass ich nur unter Schmerzen weiterlesen konnte.
Charu, die junge Frau, versucht sich als Lost-Places-Influencerin. Mit ihr zeichnet der Autor von "Giftiger Grund", Thomas Knüwer, vielleicht sogar noch ein sozialkritisches Bild der sogenannten Influencerin, deren einziges Ziel es zu sein scheint, reich und berühmt zu werden und ihre Tätigkeit - also egomanische Filmchen mit fragwürdigem Inhalt zu produzieren - als Arbeit zu bezeichnen. Dabei sind ihr die Lost Places reichlich egal. Es geht rein um die Inszenierung.
Etwas Menschlichkeit kommt auch in Charus abgestumpfte Persönlichkeit, als sich alle drei Protagonisten zum ersten Mal treffen, also nämlich auch das Mädchen, Edda, auftaucht. Ab da wird schnell klar, wohin die Reise geht. Ein kleiner Plottwist am Ende und schon ist alles vorbei.
Der Schreibstil ist weder tiefgründig noch literarisch wertvoll. Einen Kriminalroman mit viel Spannung konnte ich leider auch nicht erkennen. Wie schon geschrieben finde ich die latent durchklingende Sozialkritik recht ansprechend. Dafür die drei Sterne - also passables Mittelmaß. Mehr leider nicht.
Fazit: Den wenig anspruchsvollen Roman kann man einfach mit weglesen. Das beste daran ist noch der Einband und die latente Sozialkritik. Kein Buch, das ich mir ins Regal stelle. Dafür freut sich der öffentliche Bücherschrank in der Nähe.
Charu, die junge Frau, versucht sich als Lost-Places-Influencerin. Mit ihr zeichnet der Autor von "Giftiger Grund", Thomas Knüwer, vielleicht sogar noch ein sozialkritisches Bild der sogenannten Influencerin, deren einziges Ziel es zu sein scheint, reich und berühmt zu werden und ihre Tätigkeit - also egomanische Filmchen mit fragwürdigem Inhalt zu produzieren - als Arbeit zu bezeichnen. Dabei sind ihr die Lost Places reichlich egal. Es geht rein um die Inszenierung.
Etwas Menschlichkeit kommt auch in Charus abgestumpfte Persönlichkeit, als sich alle drei Protagonisten zum ersten Mal treffen, also nämlich auch das Mädchen, Edda, auftaucht. Ab da wird schnell klar, wohin die Reise geht. Ein kleiner Plottwist am Ende und schon ist alles vorbei.
Der Schreibstil ist weder tiefgründig noch literarisch wertvoll. Einen Kriminalroman mit viel Spannung konnte ich leider auch nicht erkennen. Wie schon geschrieben finde ich die latent durchklingende Sozialkritik recht ansprechend. Dafür die drei Sterne - also passables Mittelmaß. Mehr leider nicht.
Fazit: Den wenig anspruchsvollen Roman kann man einfach mit weglesen. Das beste daran ist noch der Einband und die latente Sozialkritik. Kein Buch, das ich mir ins Regal stelle. Dafür freut sich der öffentliche Bücherschrank in der Nähe.