Verpasste Jugendliebe, oder doch mehr?
Das klingt für mich nach so einem literarischen Coming-of-Age-Roman, der stark über Rückblenden und Erinnerungsarbeit funktioniert. Ich finde die Dreiecks-Konstellation und diese Mischung aus Freundschaft und unterschwelliger Anziehung erstmal interessant, aber der Klappentext samt ersten Romanseiten wirkt auch sehr bewusst „große Gefühle + große Literatur“ inszeniert. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob die Gegenwartsebene mit Familie und Rückkehr in die Vergangenheit wirklich etwas Neues bringt oder ob das eher ein vertrautes Muster von verpasster Jugendliebe ist, das nochmal elegant erzählt wird.