Bittersüß: Ist das Leben eine alberne, sinnlose Tragödie?
Die privilegierten Studenten Sam und Yash sind gleichermaßen schräg wie intellektuell. Als sie die wenig motivierte, nebenbei jobbende Studentin Jordan in ihre anregende Welt hineinziehen, entstehen bittersüße Verbindungen – Verbindungen, die Jordan inspirieren, allerdings auch viel abverlangen, ohne sie zu verbittern.
Jahrzehnte später ist Jordan eine erfolgreiche Schriftstellerin und glückliche Ehefrau sowie Mutter. Dann klopft die Vergangenheit an die Tür und alte Narben werden aufgerissen, aber vielleicht können sie dadurch endlich verheilen?
Jordans Beziehungen zu Sam und Yash habe ich als innig und distanziert zugleich empfunden: Ihre unvereinbaren Werte und Lebensanschauungen prallen immer wieder aufeinander. Die Erlebnisse sowie Diskussionen rund um Optimismus vs. Pragmatismus, Hoffnung vs. Sich‑abfinden und Jordans Erfahrungen, dass Privilegierte die Widrigkeiten, die Nichtprivilegierte erleben, einfach nicht nachvollziehen können, haben mich bewegt und zum Nachdenken angeregt.
Ich hatte den Eindruck, dass Jordans Mut, ihre emotionale Großzügigkeit und ihre Stärke im Angesicht schwieriger Situationen Sam und Yash überwältigen, ja sogar überfordern, weil sie sich lieber zurückziehen, sobald es intensiv wird. Meiner Meinung nach haben die beiden ihre bedingungslose Loyalität kaum verdient, doch Jordan ist nun einmal eine moderne “Pollyanna”, die jede Lage optimistisch angeht und an ein freundliches, erfüllendes Miteinander glaubt.
Die Handlung wird chronologisch erzählt. Die Schilderungen von Jordans Studienzeit haben mich begeistert. Die Kapitel zum Ende hin, in denen es um die erwachsene Jordan und die Aufarbeitung ihrer Vergangenheit geht, hätten für meinen Geschmack etwas straffer erzählt sein dürfen. Wegen dieser (mMn vorhandenen) Längen vergebe ich “nur” vier Sterne.
“Herz König” beginnt süß, unterhaltsam und witzig, wird dann zunehmend emotional, tiefgründig, traurig, tragikomisch sowie herzzerreißend und hinterließ bei mir schließlich einen bittersüßen Nachgeschmack.
Das gewisse Etwas, das solche Bücher bei mir normalerweise lange nachhallen lässt, hat mir hier gefehlt – möglicherweise, weil der Roman ab einem gewissen Punkt mMn sehr realistisch ist, sodass er dann für mich kaum Raum für literarische Entrückung mehr bietet.
Jahrzehnte später ist Jordan eine erfolgreiche Schriftstellerin und glückliche Ehefrau sowie Mutter. Dann klopft die Vergangenheit an die Tür und alte Narben werden aufgerissen, aber vielleicht können sie dadurch endlich verheilen?
Jordans Beziehungen zu Sam und Yash habe ich als innig und distanziert zugleich empfunden: Ihre unvereinbaren Werte und Lebensanschauungen prallen immer wieder aufeinander. Die Erlebnisse sowie Diskussionen rund um Optimismus vs. Pragmatismus, Hoffnung vs. Sich‑abfinden und Jordans Erfahrungen, dass Privilegierte die Widrigkeiten, die Nichtprivilegierte erleben, einfach nicht nachvollziehen können, haben mich bewegt und zum Nachdenken angeregt.
Ich hatte den Eindruck, dass Jordans Mut, ihre emotionale Großzügigkeit und ihre Stärke im Angesicht schwieriger Situationen Sam und Yash überwältigen, ja sogar überfordern, weil sie sich lieber zurückziehen, sobald es intensiv wird. Meiner Meinung nach haben die beiden ihre bedingungslose Loyalität kaum verdient, doch Jordan ist nun einmal eine moderne “Pollyanna”, die jede Lage optimistisch angeht und an ein freundliches, erfüllendes Miteinander glaubt.
Die Handlung wird chronologisch erzählt. Die Schilderungen von Jordans Studienzeit haben mich begeistert. Die Kapitel zum Ende hin, in denen es um die erwachsene Jordan und die Aufarbeitung ihrer Vergangenheit geht, hätten für meinen Geschmack etwas straffer erzählt sein dürfen. Wegen dieser (mMn vorhandenen) Längen vergebe ich “nur” vier Sterne.
“Herz König” beginnt süß, unterhaltsam und witzig, wird dann zunehmend emotional, tiefgründig, traurig, tragikomisch sowie herzzerreißend und hinterließ bei mir schließlich einen bittersüßen Nachgeschmack.
Das gewisse Etwas, das solche Bücher bei mir normalerweise lange nachhallen lässt, hat mir hier gefehlt – möglicherweise, weil der Roman ab einem gewissen Punkt mMn sehr realistisch ist, sodass er dann für mich kaum Raum für literarische Entrückung mehr bietet.