Die 1. große Liebe
Als großer Fan von Lily King und ihrer literarisch anspruchsvollen und trotzdem zugänglichen Art zu schreiben griff ich zu ihrem neuesten Roman. Das Cover sieht in Natura in seiner Farbenpracht noch schöner aus. Den Roman kann man in drei Abschnitte aufteilen. Der erste Teil liest sich wie ein Campusroman. Die Ich-Erzählerin, von ihren Kommilitonen Jordan genannt, studiert Ende der 80er Jahre Literatur und Kreatives Schreiben. Während einer Vorlesung lernt sie die beiden hochbegabten Freunde Sam und Yash kennen. Zwischen den dreien entsteht eine innige Freundschaft, gemeinsam tauchen sie in die Literatur ein und erfinden wilde Kartenspiele. Sie kommt zuerst mit Sam zusammen, obwohl ich als Leserin sofort spürte, dass sie sich viel besser mit dem sensiblen, zurückhaltenden Yash versteht. Aus diesem komplexen Dreieckverhältnis ergeben sich zahlreiche Komplikationen.
21 Jahre später kommt es im kurzen Mittelstück des Romans zu einem Wiedersehen mit Yash, das alte Wunden aufreißt. Jordan ist inzwischen eine erfolgreiche Schriftstellerin geworden, führt ein erfülltes Leben mit ihrem Mann und zwei Söhnen. Erst sieben Jahre später kommt es im dritten, emotional überwältigenden sowie herzzerreißenden Teil zum klärenden Gespräch.
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Lily Kings intensive Darstellung der ersten Liebe, Freundschaften und Verlust ist einfühlsam. Es geht um Missverständnisse, ungeklärte Konflikte und verpasste Chancen. Aber es geht auch um tiefe Gefühle in der Vergangenheit, die ein ganzes Leben beeinflussen können. Dabei mochte ich besonders ihre klug-witzigen wie lebensechten Dialoge. Wie sie große Gefühle inszeniert, ist meisterhaft, klug und sprachlich besonders. Das liegt auch an der Darstellung der Figuren, die sie mit all ihren Stärken und Schwächen vielschichtig und lebensecht agieren lässt.
In Kings autobiografisch grundiertem Roman „Writers & Lovers“ hieß die Protagonistin Casey. Und so war es für mich eine große Überraschung, wenn man im letzten Satz von Herz König erfährt, dass die Erzählerin eigentlich Casey heißt.
21 Jahre später kommt es im kurzen Mittelstück des Romans zu einem Wiedersehen mit Yash, das alte Wunden aufreißt. Jordan ist inzwischen eine erfolgreiche Schriftstellerin geworden, führt ein erfülltes Leben mit ihrem Mann und zwei Söhnen. Erst sieben Jahre später kommt es im dritten, emotional überwältigenden sowie herzzerreißenden Teil zum klärenden Gespräch.
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Lily Kings intensive Darstellung der ersten Liebe, Freundschaften und Verlust ist einfühlsam. Es geht um Missverständnisse, ungeklärte Konflikte und verpasste Chancen. Aber es geht auch um tiefe Gefühle in der Vergangenheit, die ein ganzes Leben beeinflussen können. Dabei mochte ich besonders ihre klug-witzigen wie lebensechten Dialoge. Wie sie große Gefühle inszeniert, ist meisterhaft, klug und sprachlich besonders. Das liegt auch an der Darstellung der Figuren, die sie mit all ihren Stärken und Schwächen vielschichtig und lebensecht agieren lässt.
In Kings autobiografisch grundiertem Roman „Writers & Lovers“ hieß die Protagonistin Casey. Und so war es für mich eine große Überraschung, wenn man im letzten Satz von Herz König erfährt, dass die Erzählerin eigentlich Casey heißt.