Erst Flop, dann top!
In diesem Roman geht es um die erste große Liebe, Freundschaft, verpasste Gelegenheiten und das schmerzliche Vergehen der Zeit. Und auch darum, was Literatur vermag – und wo ihre Grenzen liegt.
Nach den ersten 30 Seiten hätte ich das Buch beinahe weggelegt. Mich nervten die gefühlten 100 literarischen Anspielungen, die einen komplexen Subtext bilden, ohne den man den Roman weniger gut versteht.
Erst beim tieferen Einlassen auf die Andeutungen zwischen den Zeilen und einer parallelen Recherche zu F. Scott Fitzgeralds „Der große Gatsby“ erschließt sich, was die Autorin hier genial konstruiert hat: Die männlichen Romanfiguren nutzen Klassiker der Weltliteratur, um sich arrogant über ihr Umfeld zu erheben. Sie pressen Menschen in literarische Klischees – dahinter verbirgt sich jedoch eine Dynamik aus Bindungsunfähigkeit und Schuldumkehr.
Als sich die Figuren dann näherkamen, wurde ich völlig in den Bann gezogen. Ich spürte eine unbeschreibliche emotionale Tiefe, die Reminiszenzen an meine eigene Jugend weckte.
Zwar gibt es beim Lesen ein paar Störfaktoren, aber bei mir verhält es sich hier wie bei einem sehr guten Freund: Man verzeiht ihm seine Macken und liebt ihn trotzdem oder gerade deshalb.
Das schlichte Cover gefällt mir auch erst bei näherer Betrachtung: Die Wimpern als Blüten symbolisieren die Blütezeit der Jugend, die peu à peu ihre Blätter in Form von Tränen verliert.
Fazit: Ein zweiter Blick lohnt sich definitiv. Ich werde das Buch auf jeden Fall noch einmal lesen und dabei sicher noch mehr entdecken.
Nach den ersten 30 Seiten hätte ich das Buch beinahe weggelegt. Mich nervten die gefühlten 100 literarischen Anspielungen, die einen komplexen Subtext bilden, ohne den man den Roman weniger gut versteht.
Erst beim tieferen Einlassen auf die Andeutungen zwischen den Zeilen und einer parallelen Recherche zu F. Scott Fitzgeralds „Der große Gatsby“ erschließt sich, was die Autorin hier genial konstruiert hat: Die männlichen Romanfiguren nutzen Klassiker der Weltliteratur, um sich arrogant über ihr Umfeld zu erheben. Sie pressen Menschen in literarische Klischees – dahinter verbirgt sich jedoch eine Dynamik aus Bindungsunfähigkeit und Schuldumkehr.
Als sich die Figuren dann näherkamen, wurde ich völlig in den Bann gezogen. Ich spürte eine unbeschreibliche emotionale Tiefe, die Reminiszenzen an meine eigene Jugend weckte.
Zwar gibt es beim Lesen ein paar Störfaktoren, aber bei mir verhält es sich hier wie bei einem sehr guten Freund: Man verzeiht ihm seine Macken und liebt ihn trotzdem oder gerade deshalb.
Das schlichte Cover gefällt mir auch erst bei näherer Betrachtung: Die Wimpern als Blüten symbolisieren die Blütezeit der Jugend, die peu à peu ihre Blätter in Form von Tränen verliert.
Fazit: Ein zweiter Blick lohnt sich definitiv. Ich werde das Buch auf jeden Fall noch einmal lesen und dabei sicher noch mehr entdecken.