Erste College-Liebe

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Herz König - Lily King
Ende der 80 er Jahre erleben Casey, Sam und Jash ihre ersten College Beziehungen. Casey, die selber immer wieder ans sich zweifelt, bewundert diese beiden genialen jungen Männer.
Caseys Beziehung mit Sam gestaltet sich schwierig, sie passen nicht wirklich zusammen, Sam ist extrem konservativ und religiös, Casey träumt von einem spannenden Leben.
Nach der Trennung kommt sie mit Jash, seinem Freund zusammen. Sam ist allerdings nicht damit einverstanden, das belastet die neue Beziehung.
Jash und Casey verlieren sich.
Als Jash sie unerwartet „sitzen“ lässt, bricht sie den Kontakt ab.
21 Jahre später ist sie im „echten“ Leben mit Familie, Haus, Kindern, Haustieren angekommen, sie ist eine erfolgreiche Autorin geworden.
Und natürlich bereitet sie das Abendessen vor, als Jash zu Besuch kommt.
Aber ihnen fehlen die Worte, um über die Vergangenheit zu sprechen.
Sie eilt auch zu ihm, als er schwer krank ist und erfährt so den Grund der Trennung, „er war noch nicht so weit, er hätte ihr nichts bieten können“.
Insgesamt kreisen diese 3 Figuren umeinander herum, ob sie sich wirklich im Laufe der Jahre verändert haben, ist vielleicht am ehesten bei Sam der Fall.
Auch Casey wirkt nicht wie eine erfolgreiche Schriftstellerin, sondern immer noch wie eine unsichere junge Frau. Und Jash? Ich denke nicht, dass er seine Entscheidung bereut.
Es ist vor allem diese persönliche Schwäche, nicht offen zu reden, die mich stört. Die emotionale Unreife bleibt bei allen bestehen.
Casey wollte Yash nicht verletzen, weil sie ihn so liebt, deshalb hat sie ihm ein Geheimnis verschwiegen. Das ist für mich nicht logisch und das ist auch keine Liebe, auch wenn es die erste ist.
Das Buch wimmelt von Klischees. Lustige Collegezeit, festgelegte Rollenbilder, erste Liebe, die man nie vergisst, echtes Familienleben, erfolgreiche Schriftstellerin, die über erfolgreiche Schriftstellerin schreibt, sogar Tod und Sterben, werden fast unterhaltsam erzählt.
Mich hat das Buch nicht überzeugt.
Aus dem Englischen von Eva Bonné
Beck 2026