Etwas enttäuscht
„Herz König“ trägt sowohl von der Verheißung und Verlagsankündigung als auch vom Cover her eine Menge an Erwartungen für mich mit sich. Es ist meine erste Bekanntschaft mit dieser Bestseller-Autorin.
In drei Teilen - einer davon nimmt die erste Buchhälfte ein - erzählt Lily King
eine Art Dreiecks-Beziehungsgeschichte, welche im akademischen (studentischen) Millieu beginnt und die 3 Protagonisten (Literatur studierenden) Jordan (Casey), Sam und Yash einbezieht.
Die Ich-Erzählerin zeichnet eine Entwicklung ihrer Liebe im Geflecht von Anbahnung, Aufblühen, Zögern, Hemmnissen, Konflikten und Missverständnissen - beschreibt und beobachtet dabei mit klaren Sätzen und zeigt all die Widersprüchlichkeit auf. Die studientische Stimmung des Aufbruchs ist eindrucksvoll gefasst.
Als erwachsene und mittlerweile erfolgreiche Frau mit Familie gibt es im kurzen Mittelteil eine unerwartete Wiederbegegnung mit ihrer ersten Liebe. Das *Du* in der Ansprache schafft dabei eine Dynamik und Wechsel der Perspektive und verlagert Gedanken zurück zu getroffenen Entscheidungen und Versäumnissen.
Der Schlussteil ist dann besonders mit Schicksalsschlägen und dramtischen Wendungen verbunden, in denen das Trio auf unterschiedliche Art und Weise eingebunden ist. Für mich stellt sich das doch als sehr überladen und überfrachtet dar.
So spannend Passagen im sprachlichen Bereich gestaltet sind, lassen abrupte Zeitsprünge und -wechsel das Romanganze für mich ein auseinanderdriften. Krankheiten, Sterben und Tod prägen die finale Stimmung zu sehr, Differenzierungen der Charaktere sind da kaum möglich.
Beim Lesen des Buches überrascht es, dass es nur 222 Seiten enthält. Die Zeilen lassen sich flüssig lesen, Einiges ist mit Anspielungen und Verweisen wirkt etwas überladen, insgesamt gefällt mir die Sprachgestaltung der Autorin sehr, sie schafft mit der Gegenwärtigkeit des Beschreibens eine Nähe und Unmittelbarkeit, bleibt selbst aber eher in Distanz und schreibt schonungs- und schnörkellos.
In drei Teilen - einer davon nimmt die erste Buchhälfte ein - erzählt Lily King
eine Art Dreiecks-Beziehungsgeschichte, welche im akademischen (studentischen) Millieu beginnt und die 3 Protagonisten (Literatur studierenden) Jordan (Casey), Sam und Yash einbezieht.
Die Ich-Erzählerin zeichnet eine Entwicklung ihrer Liebe im Geflecht von Anbahnung, Aufblühen, Zögern, Hemmnissen, Konflikten und Missverständnissen - beschreibt und beobachtet dabei mit klaren Sätzen und zeigt all die Widersprüchlichkeit auf. Die studientische Stimmung des Aufbruchs ist eindrucksvoll gefasst.
Als erwachsene und mittlerweile erfolgreiche Frau mit Familie gibt es im kurzen Mittelteil eine unerwartete Wiederbegegnung mit ihrer ersten Liebe. Das *Du* in der Ansprache schafft dabei eine Dynamik und Wechsel der Perspektive und verlagert Gedanken zurück zu getroffenen Entscheidungen und Versäumnissen.
Der Schlussteil ist dann besonders mit Schicksalsschlägen und dramtischen Wendungen verbunden, in denen das Trio auf unterschiedliche Art und Weise eingebunden ist. Für mich stellt sich das doch als sehr überladen und überfrachtet dar.
So spannend Passagen im sprachlichen Bereich gestaltet sind, lassen abrupte Zeitsprünge und -wechsel das Romanganze für mich ein auseinanderdriften. Krankheiten, Sterben und Tod prägen die finale Stimmung zu sehr, Differenzierungen der Charaktere sind da kaum möglich.
Beim Lesen des Buches überrascht es, dass es nur 222 Seiten enthält. Die Zeilen lassen sich flüssig lesen, Einiges ist mit Anspielungen und Verweisen wirkt etwas überladen, insgesamt gefällt mir die Sprachgestaltung der Autorin sehr, sie schafft mit der Gegenwärtigkeit des Beschreibens eine Nähe und Unmittelbarkeit, bleibt selbst aber eher in Distanz und schreibt schonungs- und schnörkellos.