Liebe, Schmerz und Tod...
Liebe, Schmerz und Tod... Die Schriftstellerin Lily King schreibt in ihrem neuen Roman "Herz König" über eine Schriftstellerin, die über die Liebe schreibt und damit sehr erfolgreich ist. (Warum müssen Schriftsteller*innen eigentlich immer wieder über Schriftsteller*innen schreiben?) Aber lassen wir das.) Der Text läuft gut durch, die Story entwickelt sich über mehrere Jahrzehnte, wirkt aber ein wenig konstruiert, wohl um das besonders Dramatische an der Liebe zu verdeutlichen. Wäre sicher eine nette Serie, die man streamen könnte... mit Tränengarantie, aber schließlich wird in der Geschichte auch ziemlich viel geheult. Ist ja auch zum Heulen, wenn es mit der ersten Liebe nicht so klappt, frau dann als Schriftstellerin erfolgreich ist, nachdem frau das erste Kind - weil es von der ersten Liebe stammte, man aber unglücklich getrennt war, zur Adoption freigegeben hat, es ein halbes Leben lang für sich behält, inzwischen selbst glücklich verheiratet und Mutter zweier Söhne ist, und es erst am Sterbebett der ersten großen Liebe, ebendiesem krebskranken Mann davon erzählt. Und in diesem Zusammenhang eine Parallele zu ziehen zwischen dem 'petit mort' (wird gerne genutzt, um den Orgasmus zu umschreiben) und dem Tod der großen Liebe, die nicht hat sein sollen... ein etwas unglücklicher schriftstellerischer Kniff... der aber gut zur Geschichte eines gescheiterten Glücks passt.