So viel Schmerz auf so wenig Seiten

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cynthiam Avatar

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Am Anfang hat die Geschichte einen fast schon prätentiösen Vibe und ich mochte die Gruppe eigentlich gar nicht. Ich kann gar nicht so genau sagen, wann sich meine Wahrnehmung gedreht hat, vielleicht mit der Abwesenheit Sams. Zumindest kam mir Jordans Alltag danach bodenständiger vor, obwohl sich ja kaum was verändert hatte.

Sam mit dieser selbstgerechten Auslegung seines Glaubens war mir schon so ein bisschen ein Rotes Tuch. Dagegen fand ich Yash von Beginn an sympathisch, er wirkt jungenhafter und charmanter. Die Beziehung zwischen Jordan und den zwei jungen Männer ist wankelmütig, anfangs eher schwer greifbar, gezeichnet von gegenseitigem Verletzten, von Kränkungen und schnellen Aussöhnungen.

Man merkt im Verlauf der Geschichte schon, wie die Figuren älter und reifer werden. Die Zeitsprünge werden nicht groß erklärt, sie ereignen sich einfach; das Leben der Figuren schreitet voran. Durch diese Erzählart wird nicht unbedingt Tiefe erzeugt, dir Geschichte wirkt stattdessen schnelllebig.

Aber in den den Szenen, die der Leser begleitet, werden schnell große Emotionen und Nähe aufgebaut. Obwohl ich das Gefühl hatte die Figuren kaum zu kennen, ging mir ihr Schicksal nahe. Ich hab mit Jordan und Yash durchaus mitgelitten und das Buch hat mich mit seiner Art doch auch berührt.

Für mich ein unerwartet toller Fund, mochte ich richtig gerne.