Falsche Fährten

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timmi195 Avatar

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Bei „Himmelerdenblau“ hat mich besonders beeindruckt, wie geschickt Romy Hausmann Fährten legt. Es gibt kaum eine Seite, auf der man nicht anfängt zu spekulieren und auf der nächsten merkt man schon wieder, dass man falschlag.
Die verschiedenen Erzählebenen, Theos Perspektive, Livs Ermittlungen und Podcastepisoden, erzeugen eine Dynamik, die den Fall vielseitig beleuchtet. Natürlich braucht es ein paar Kapitel, um vollständig in die Geschichte hineinzufinden, aber sobald man drin ist, hat die Geschichte ein recht hohes Erzähltempo.
Theos Demenz sorgt für Momente, die gleichzeitig erschreckend und rührend sind, aber niemals respektlos. Man merkt, wie sorgfältig recherchiert wurde und wie realistisch die Verwirrungen und Wortfehler dargestellt sind.
Die Spannung baut sich stetig auf und am Ende wartet eine Wendung, die ich in dieser Form nicht habe kommen sehen, die aber absolut logisch und stimmig ist. Kann ich nur weiterempfehlen.