All die Schleckmuschelmomente
Honey und Blondie sind Kinder der Neunziger- und Nullerjahre. Sie lernen sich im Kindergarten kennen, teilen von da an Schleckmuscheln, den Inhalt der Brotdose, später dann ihr Kleingeld, Deo und Caipirinhas. Und immer wieder ihre Körper, ihre magische Superkraft. Was zunächst nur zufällig ausgelöst wird, durch Lampenfieber oder Panikattacken, lernen die Beiden im Laufe ihrer langen Freundschaft zu steuern und lösen das Phänomen - die "Schleckmuschelmomente" - zielgerichtet aus. "Ich fand nichts schöner, als die Vorstellung, in Honeys Körper zu chillen und kurz runterzukommen. Es war zu unserem Lifehack geworden, Schleckmuschel als Ruhepol zu nutzen. Es gab für mich keinen entspannenderen Ort als ihren Körper." Vom Kindergarten über die Pubertät bis in ihre 30er verbindet sie eine tiefe Freundschaft, eine bedingungslose Liebe, die Gewissheit, von jemandem ganz und gar gesehen und angenommen zu werden.
Was für eine Wucht von einem Debütroman! Ubin Eoh schreibt "so krass" real und authentisch. In allen Dialogen, allen Briefen und Sprachnachrichten, in jeder Geste spürt man Honeys und Blondies tiefe Verbindung zueinander und möchte am liebesten Teil dieser Freundschaft sei oder eben auch diesen "einen" Menschen gefunden haben. Auch das Setting der Geschichte hat mir supergut gefallen, die Situationen, Handlungsorte und kleinen Details, an die man sich mit Nostalgie erinnert, wenn man ebenfalls in den 90ern großgeworden ist. Und auch wenn die Superpower der Beiden natürlich der Fantasie der Autorin entsprungen ist, war sie total stimmig in die Geschichte eingebaut und wurde zu keinem Zeitpunkt weder von den Protagonistinnen noch von mir hinterfragt. Vielmehr schafft die Autorin durch den Körpertausch auch einen Perspektivwechsel und ermöglicht Honey und Blondie die Struggles der jeweils anderen durch deren Augen zu sehen und zu erleben - die prekären Verhältnisse, in denen Blondie aufwächst, den Alltagsrassismus, der Honey immer wieder entgegenschlägt, den Sexismus, den beide in ihrer Pubertät erleben.
Eine unglaublich stimmige Geschichte, die Magie und Realität verbindet und zwei Protagonistinnen, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Ich habs geliebt!
Was für eine Wucht von einem Debütroman! Ubin Eoh schreibt "so krass" real und authentisch. In allen Dialogen, allen Briefen und Sprachnachrichten, in jeder Geste spürt man Honeys und Blondies tiefe Verbindung zueinander und möchte am liebesten Teil dieser Freundschaft sei oder eben auch diesen "einen" Menschen gefunden haben. Auch das Setting der Geschichte hat mir supergut gefallen, die Situationen, Handlungsorte und kleinen Details, an die man sich mit Nostalgie erinnert, wenn man ebenfalls in den 90ern großgeworden ist. Und auch wenn die Superpower der Beiden natürlich der Fantasie der Autorin entsprungen ist, war sie total stimmig in die Geschichte eingebaut und wurde zu keinem Zeitpunkt weder von den Protagonistinnen noch von mir hinterfragt. Vielmehr schafft die Autorin durch den Körpertausch auch einen Perspektivwechsel und ermöglicht Honey und Blondie die Struggles der jeweils anderen durch deren Augen zu sehen und zu erleben - die prekären Verhältnisse, in denen Blondie aufwächst, den Alltagsrassismus, der Honey immer wieder entgegenschlägt, den Sexismus, den beide in ihrer Pubertät erleben.
Eine unglaublich stimmige Geschichte, die Magie und Realität verbindet und zwei Protagonistinnen, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Ich habs geliebt!