Besondere Freundschaft

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senfblüte Avatar

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Honey und Blondie hat mich am Anfang echt mitgenommen – zurück in meine Kindheit der 90er Jahre. Gleichzeitig erzählt Ubin Eoh eine Geschichte, die stellenweise völlig verrückt wirkt und doch unglaublich emotional und berührend ist.
Zwei Mädchen lernen sich bereits im Kindergarten kennen und spüren sofort eine besondere Verbindung, die sie über Jahre hinweg begleitet. Obwohl sie unterschiedlicher kaum sein könnten, teilen sie durch diese magische Verbindung die Erlebnisse der jeweils anderen. Dadurch werden Erfahrungen aus einer völlig neuen Perspektive sichtbar: Alltagsrassismus, Pubertät, sexuelle Belästigung und andere Ungerechtigkeiten werden nicht nur von einer Person erzählt, die dies erlebt, sondern durch den Körpertausch ganz anders erfahrbar.
Besonders berührt hat mich, wie Honey und Blondie einander beschützen und Halt für ihr ganzes Leben geben. Der Roman verbindet Fantasie mit ernsten gesellschaftlichen Themen auf eine außergewöhnliche Weise und schafft es, gleichzeitig nachdenklich zu machen, zu berühren und Hoffnung zu vermitteln. Die Freundschaft ist so großartig, dass sich eigentlich jeder solch eine Freundschaft wünscht, aber auch so groß, dass es einem schon fast Angst macht, weil diese Nähe verletzlich macht und weniger Raum für andere Personen lässt.