BOOM BOOM BOOM BOOMbastisches Debüt
Ubin Eoh hat einen BOOMbastischen Debütroman geschrieben. Ich bin sehr glücklich Honey und Blondie kennengelernt zu haben und hätte noch viel mehr von den beiden lesen können.
In dem Roman begleiten wir Honey und Blondie vom Kindergarten bis in ihre späten Dreißiger. Die Zeit, in der die beiden aufwachsen, entspricht dabei genau meiner eigenen Kindheit und Jugend. Dadurch steckt der Roman voller Nostalgiemomente für mich. Dinge, die man längst vergessen glaubte, werden plötzlich wieder lebendig: bestimmte Gerüche, Essen, Musik, Kleidung, Sprache und all die kleinen Dinge aus den 90er- und 2000er-Jahren.
Besonders gut gefallen hat mir der Schreibstil von Ubin Eoh. Er ist flüssig und gleichzeitig sehr eigen. Koreanische und englische Sätze stehen für sich und dass Honey und Blondie zwischendurch kodderig berlinern, passt zu den Figuren und zur Geschichte. Die Kapitel sind jeweils aus der Sicht von Honey oder Blondie erzählt und teilweise sehr kurz. Gerade am Anfang hat mich das etwas gestört, weil die Kindheit dadurch eher wie eine Aneinanderreihung einzelner Episoden wirkte. Das hat sich allerdings schnell gelegt. Mit der Zeit entstand daraus für mich eine wunderbar zusammenhängende Geschichte, in die ich immer tiefer eintauchen konnte.
Im Mittelpunkt steht die außergewöhnliche Freundschaft der beiden. Honey und Blondie könnten unterschiedlicher kaum sein und ergänzen sich gerade deshalb so gut. Beide erleben ihre eigenen Schwierigkeiten und gehen sehr unterschiedlich damit um, doch ihre Verbindung bleibt über Jahrzehnte bestehen. Diese besondere Freundschaft hat mich sehr berührt. Ich glaube, eine solch tiefe Verbindung ist selten – und gleichzeitig sehnen sich viele Menschen genau danach. Besonders spannend fand ich die fantastischen Elemente des Romans. Der Körpertausch und die sogenannten Schleckmuschelmomente wirkten auf mich überhaupt nicht fehl am Platz oder unrealistisch. Im Gegenteil: Sie fügen sich so selbstverständlich in die Geschichte ein, dass ich beim Lesen eher dachte: Ja, genau so muss das sein. Dadurch bekommt der Roman etwas ganz Eigenes und Besonderes. Auch die vielfältigen Themen, die Ubin Eoh nebenbei einwebt, sind mir im Gedächtnis geblieben. Besonders Honeys Erfahrungen mit Alltagsrassismus haben mich beschäftigt. Besonders gegen Ende hat mich die Geschichte emotional noch einmal sehr erreicht.
Vielleicht bin ich durch meine eigene Verbindung zu dieser Zeit besonders empfänglich für den Roman gewesen. Der Slang, die Sprache und die vielen kleinen Erinnerungen an die eigene Kindheit haben bei mir definitiv einen Nerv getroffen. Trotzdem glaube ich, dass die besondere Freundschaft von Honey und Blondie unabhängig davon funktioniert. Ich kann diesen Debütroman wirklich von Herzen weiterempfehlen.
In dem Roman begleiten wir Honey und Blondie vom Kindergarten bis in ihre späten Dreißiger. Die Zeit, in der die beiden aufwachsen, entspricht dabei genau meiner eigenen Kindheit und Jugend. Dadurch steckt der Roman voller Nostalgiemomente für mich. Dinge, die man längst vergessen glaubte, werden plötzlich wieder lebendig: bestimmte Gerüche, Essen, Musik, Kleidung, Sprache und all die kleinen Dinge aus den 90er- und 2000er-Jahren.
Besonders gut gefallen hat mir der Schreibstil von Ubin Eoh. Er ist flüssig und gleichzeitig sehr eigen. Koreanische und englische Sätze stehen für sich und dass Honey und Blondie zwischendurch kodderig berlinern, passt zu den Figuren und zur Geschichte. Die Kapitel sind jeweils aus der Sicht von Honey oder Blondie erzählt und teilweise sehr kurz. Gerade am Anfang hat mich das etwas gestört, weil die Kindheit dadurch eher wie eine Aneinanderreihung einzelner Episoden wirkte. Das hat sich allerdings schnell gelegt. Mit der Zeit entstand daraus für mich eine wunderbar zusammenhängende Geschichte, in die ich immer tiefer eintauchen konnte.
Im Mittelpunkt steht die außergewöhnliche Freundschaft der beiden. Honey und Blondie könnten unterschiedlicher kaum sein und ergänzen sich gerade deshalb so gut. Beide erleben ihre eigenen Schwierigkeiten und gehen sehr unterschiedlich damit um, doch ihre Verbindung bleibt über Jahrzehnte bestehen. Diese besondere Freundschaft hat mich sehr berührt. Ich glaube, eine solch tiefe Verbindung ist selten – und gleichzeitig sehnen sich viele Menschen genau danach. Besonders spannend fand ich die fantastischen Elemente des Romans. Der Körpertausch und die sogenannten Schleckmuschelmomente wirkten auf mich überhaupt nicht fehl am Platz oder unrealistisch. Im Gegenteil: Sie fügen sich so selbstverständlich in die Geschichte ein, dass ich beim Lesen eher dachte: Ja, genau so muss das sein. Dadurch bekommt der Roman etwas ganz Eigenes und Besonderes. Auch die vielfältigen Themen, die Ubin Eoh nebenbei einwebt, sind mir im Gedächtnis geblieben. Besonders Honeys Erfahrungen mit Alltagsrassismus haben mich beschäftigt. Besonders gegen Ende hat mich die Geschichte emotional noch einmal sehr erreicht.
Vielleicht bin ich durch meine eigene Verbindung zu dieser Zeit besonders empfänglich für den Roman gewesen. Der Slang, die Sprache und die vielen kleinen Erinnerungen an die eigene Kindheit haben bei mir definitiv einen Nerv getroffen. Trotzdem glaube ich, dass die besondere Freundschaft von Honey und Blondie unabhängig davon funktioniert. Ich kann diesen Debütroman wirklich von Herzen weiterempfehlen.