Ein Buch voller nostalgischer Momente

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pusteblümchen Avatar

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Ich habe dieses Buch direkt aus zweierlei Gründen geliebt.
Es hat mich zum einen direkt in die 1990er Jahre zurückversetzt – eine für mich herrlich unbeschwerte Zeit –, und es hat zum anderen von einer so tiefen und innigen Freundschaft erzählt, die sich wohl jeder von uns wünscht.

Die Protagonistinnen Honey und Blondie sind in Berlin-Kreuzberg aufgewachsen und berichten abwechselnd. Dabei sind die Kapitel mit Schlagworten überschrieben, die den damaligen Zeitgeist perfekt einfangen und machen deutlich, aus wessen Sicht die Ereignisse geschildert werden.

Obwohl die beiden aus total unterschiedlichen Familien kommen, können sie sich perfekt ineinander einfühlen. Honey lebt mit ihren koreanischen Eltern und Geschwistern zusammen, während Blondie von ihrer Mutter alleine großgezogen wird.

Zwischen den beiden entsteht von ihrer ersten Kindergartenbegegnung an eine unglaubliche, regelrecht magische Empathie. Wenn eine von ihnen Angst hat, spürt die andere diese Emotionen am eigenen Körper. Diese tiefe Bindung macht ihre Freundschaft aus, lässt sie miteinander verschmelzen und einander gegenseitig den Rücken stärken.

Es sind nicht nur die unbeschwerten Momente, die Honey und Blondie miteinander teilen, sondern wirklich alles, was das Leben bereithält. Als Blondie schwer erkrankt, wird die Beziehung auf eine harte Probe gestellt. Damit greift die Autorin auch schwierige Themen auf, verpackt sie aber in leichte und berührende Worte, so dass sich das Buch mit großer Leichtigkeit liest.

Ich habe die Freundschaft der beiden innerlich regelrecht gefeiert. Jeder Mensch sollte solch einen Seelenmenschen treffen und mit diesem durch das Leben gehen dürfen. Ein wirklich tolles Debüt!