Ein Ritt durch die Jahrzehnte
Honey und Blondie hat mich auf mehreren Ebenen abgeholt: Aufwachsen in den 90ern, eine lebenslange Frauenfreundschaft, bedingungsloses Akzeptieren und sanftes Herausfordern, Lebenspläne, die sich ändern. Die Beziehung von Honey und Blondie ist eine der schönsten, die ich jemals gelesen habe. Ubin Eoh hat hier genau dieses tiefe Vertrauen gezeigt und auf dem Papier geschaffen, das sich wahrscheinlich alle Menschen wünschen. Eine Seelenverwandtschaft, die auf über Grenzen funktioniert und sich nicht durch das Leben auf unterschiedlichen Kontinenten aufhalten lässt.
Aus dieser Beziehung, und der Empathie, die damit einher geht, dachte ich, entsteht das, was beschrieben wurde als zwei Freundinnen, die genau das gleiche fühlen wie die andere. Da geht das Buch eigentlich noch viel weiter mit einer Prise Magischem Realismus. Es war dann zwar anders als ich es mir vorstellte, aber gefallen hat es mir dennoch. In den Momenten konnte ich weniger mitfühlen, aber es hat eine neue Perspektive reingebracht und einen Twist, den ich so aus Büchern nicht wirklich kenne, was mir gefiel.
Trotz des schwermütigen Prologs, der auf eine traurige Wendung hindeutet, konnte ich das Buch die meiste Zeit einfach nur genießen, ohne das es seicht wurde. Die Sprache hilft auch dabei, ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Das Berlinerische ab und an hat einen lokalen Einschlag gegeben und es gleichzeitig realistischer und manchmal ironischer gemacht; und dass einzelne Dialoge, wenn sie international geführt wurden, einfach im Englischen geschrieben sind ohne lange deutsche Übersetzung oder Zusammenfassung, hat mir auch gefallen.
Durch die häufig wechselnde Erzählerin (Honey oder Blondie und nicht immer abwechselnd), kurze Kapitel und knapp 30 Jahre Seelenverwandtschaft hat das Buch ein schnelles, für mich manchmal: zu schnelles, Tempo und zu ausschließliche Fokussierung auf die Freundschaft der beiden. Etwas mehr Kontext, eigenständiges Leben oder world-building hätten mir geholfen, mehr in die Atmosphäre des Buchs einzutauchen.
Aus dieser Beziehung, und der Empathie, die damit einher geht, dachte ich, entsteht das, was beschrieben wurde als zwei Freundinnen, die genau das gleiche fühlen wie die andere. Da geht das Buch eigentlich noch viel weiter mit einer Prise Magischem Realismus. Es war dann zwar anders als ich es mir vorstellte, aber gefallen hat es mir dennoch. In den Momenten konnte ich weniger mitfühlen, aber es hat eine neue Perspektive reingebracht und einen Twist, den ich so aus Büchern nicht wirklich kenne, was mir gefiel.
Trotz des schwermütigen Prologs, der auf eine traurige Wendung hindeutet, konnte ich das Buch die meiste Zeit einfach nur genießen, ohne das es seicht wurde. Die Sprache hilft auch dabei, ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Das Berlinerische ab und an hat einen lokalen Einschlag gegeben und es gleichzeitig realistischer und manchmal ironischer gemacht; und dass einzelne Dialoge, wenn sie international geführt wurden, einfach im Englischen geschrieben sind ohne lange deutsche Übersetzung oder Zusammenfassung, hat mir auch gefallen.
Durch die häufig wechselnde Erzählerin (Honey oder Blondie und nicht immer abwechselnd), kurze Kapitel und knapp 30 Jahre Seelenverwandtschaft hat das Buch ein schnelles, für mich manchmal: zu schnelles, Tempo und zu ausschließliche Fokussierung auf die Freundschaft der beiden. Etwas mehr Kontext, eigenständiges Leben oder world-building hätten mir geholfen, mehr in die Atmosphäre des Buchs einzutauchen.