Eine starke Freundschaft, die blass bleibt

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„Honey und Blondie“ ist ein kurzweiliges und humorvolles Buch über die Stärke einer Freundschaft, das es aber nicht so richtig geschafft hat, mich wirklich zu berühren.

Der Beginn ist zunächst spritzig und erfrischend anders. Erzählt aus den Perspektiven von Honey und Blondie lernt man beide vom Kindergartenalter bis ins Erwachsenenalter kennen und wird Zeuge, wie ihre Freundschaft beginnt und was sie als beste Freundinnen alles gemeinsam erleben und meistern. Dank der Schleckmuschel und dem damit verbundenen Körpertausch erleben sie sogar das Leben im jeweils anderen Körper. An diese Besonderheit muss man sich erst gewöhnen, aber sie sorgt dann für die anfangs erwähnte erfrischende Andersartigkeit.

Allerdings nimmt sich die Autorin am Anfang im Vergleich zum restlichen Handlungsverlauf ziemlich viel Zeit für die Figurenentwicklung, sodass der Erzählfluss schnell an Fahrt verliert und beim Lesen leichte Langeweile aufkam. Je älter die beiden werden, desto rasanter wird die Geschichte zwar wieder, aber im Gegenzug gehen leider die inhaltliche Tiefe und die Glaubwürdigkeit der Handlung verloren. Teilweise wirken die Geschehnisse im Leben der beiden sowie ihre gemeinsamen Freundschaftsmomente zu konstruiert. Die erhoffte emotionale Wirkung bleibt so leider aus. Man liest zwar über die Stärke der Freundschaft zwischen Honey und Blondie, richtig nachempfinden kann man sie aber nicht.

Interessant und witzig geschrieben ist der Roman allemal, er schöpft aber leider nicht sein ganzes Potenzial aus.