Frauenfreundschaft

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minah Avatar

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Es geht um das koreanisch-abstämmige Mädchen Hee Yeon-yeong und ihre beste Freundin Bianca. Beide wachsen in den 90er, 2000er Jahren in Berlin-Kreuzberg auf. Neben den typischen "Jungen-Themen" und "Jugend-Themen" verbindet beide eine magische Besonderheit: In Momenten der absoluten Angst können sie die körperlichen Symptome der anderen spüren, und dann wird Bianca schwer krank. Oh, was hatte ich mich über die Reise "Back to the 90s" gefreut: Fruchtischampoo, Prinzenbad, Cola-Kracher, Diddl-Mäuse und vieles mehr. Ich war zuerst sehr skeptisch, wegen den magischen Elementen des Körpertausches, aber hier wurde das Thema nicht als Fantasy-Abklatsch erzählt, sondern als feinfühlig, als Symbol tiefster Empathie. Die Themen wie Ausländerfindlichkeit, schwere Krankheit oder Sexismus sind schwer, werden in dem Buch aber warmherzig und manchmal auch humorvoll erzählt. Der Schreibstil ist flüssig und nahbar; man versteht und leidet mit. Auch die Dialoge, die "mitwachsen" von klein auf bis ins Erwachsenenalter, sind gut ausgearbeitet. Das Buch hat mich emotional auf Reisen geschickt: fröhlich in meine Jugend, vertraut im Thema Freundschaft, aber auch traurig und tief berührt.