Geschichte einer innigen Freundschaft.

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annetttaube Avatar

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Der Geschichte von Honey und Blondie musste ich erstmal Zeit geben. Die Sprünge, bedingt durch ihre besondere Gabe, brachten mich beim Lesen manchmal durcheinander. Doch gerade diese Gabe ist es, welche die Geschichte trägt. Sie spielt im Berlin der 1990er Jahre. Eine Zeit des Aufbruchs, der Hoffnungen und leider auch der großen Probleme. Es kristallisierte sich bald heraus wer die Verlierer waren und sich hoch zu kämpfen war schwer. Mitten drin zwei Mädchen, wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten. In unerschütterlicher Freundschaft zueinander. Diese ist so tief, dass sie beinahe schon magisch ist. Leider macht auch vor ihnen das Schicksal nicht halt. Es werden im Roman viele Themen angesprochen, welche auch heute leider noch aktuell sind, z.B. Mobbing, Sexismus und Ausländerfeindlichkeit. In die Charaktere kann man sich gut hineinversetzen. Anstrengend beim Lesen fand ich die Passagen in Englisch und die Jugendsprache. Letzteres kam mir überfrachtet vor. War es nötig um den Roman cool wirken zu lassen? Dies hätte es nicht bedurft. Es ist eine Geschichte mit großer Tiefe.
Beim Cover wäre grafisch noch viel möglich gewesen, aber es ist passend. Stellt es doch die innige Verbindung der beiden Freundinnen ganz gut dar.