Ein Blick ins Fotoalbum
In „Honey und Blondie“ erzählt Ubin Eos eine außergewöhnliche, im wahrsten Sinne des Wortes "magische" Freundinnengeschichte. Honey und Blondie lernen sich bereits im Kindergarten in Berlin-Kreuzberg kennen und sind auf den ersten Blick sowohl äußerlich als auch charakterlich sehr unterschiedlich. Trotzdem entsteht zwischen ihnen eine Verbindung, die weit über eine normale Freundschaft hinausgeht.
Getragen wird die Geschichte von dem Element, dass die beiden bei großer Angst in den Körper der jeweils anderen Freundin wechseln können. Damit bewegt sich das Buch hin zum magischen Realismus, wirkt aber in seinem gesamten Ton und seiner Erzählweise mehr realistisch als magisch. Man könnte sagen - es ist eine wagemutige Mischung aus beidem. Bei dem Stilmittel handelt es sich eher um eine sehr direkte Demonstration der tiefen Verbindung zwischen den zwei Frauen.
Wir begleiten Honey und Blondie über viele Jahre hinweg: vom Kindergarten über Schule, erste Liebe und Partys bis ins Erwachsenenleben. Die vielen kleinen Details aus den 90ern und 2000ern – Diddl, Fructis, MSN, Freibad und Berlin – geben dem Roman eine sehr hippe zeitgeistige Ästhetik Gibt es eigentlich schon den Begriff Y2k-Literatur? Ich weiß nicht, ob dieses Subgenre schon benannt worden ist, aber ich entdecke immer mehr Bücher dieser Art
Gleichzeitig behandelt der Roman auch ernstere Themen wie Rassismus, Sexismus, Klassismus und Krankheit.
Am meisten berührt hat mich, wie bedingungslos Honey und Blondie füreinander einstehen. Das Buch ist in sich also auch eine Ode an Frauenfreundschaften. Die Verbindung zwischen den beiden Protagonistinnen, ist die Art von Freundschaft, die man immer sucht, die man sich immer wünscht.
Man weiß von Anfang an, dass eine der beiden Freundinnen schwer erkrankt ist. Gerade deswegen haftet der Geschichte eine unterschwellige Traurigkeit an. Das Lesen fühlt sich zeitweise eine wenig so an, als würde man durch altes ein Fotoalbum blättern, vergangene Zeiten romantisieren und dabei 2000er Songs auf Spotify hören.
Zusammenfassend ist dieser Roman nicht nur Y2k-, das ist vor allem auch Generation-Z-Literatur. Eine bunte Mischung aus dem Wiederauflebenlassen von Trends der Nullerjahre und den gesellschaftlichen Diskursen der 2020er. Es trifft damit für mich ins Schwarze des Jahres 2026. Ich halte es für sehr lesenswert.
Getragen wird die Geschichte von dem Element, dass die beiden bei großer Angst in den Körper der jeweils anderen Freundin wechseln können. Damit bewegt sich das Buch hin zum magischen Realismus, wirkt aber in seinem gesamten Ton und seiner Erzählweise mehr realistisch als magisch. Man könnte sagen - es ist eine wagemutige Mischung aus beidem. Bei dem Stilmittel handelt es sich eher um eine sehr direkte Demonstration der tiefen Verbindung zwischen den zwei Frauen.
Wir begleiten Honey und Blondie über viele Jahre hinweg: vom Kindergarten über Schule, erste Liebe und Partys bis ins Erwachsenenleben. Die vielen kleinen Details aus den 90ern und 2000ern – Diddl, Fructis, MSN, Freibad und Berlin – geben dem Roman eine sehr hippe zeitgeistige Ästhetik Gibt es eigentlich schon den Begriff Y2k-Literatur? Ich weiß nicht, ob dieses Subgenre schon benannt worden ist, aber ich entdecke immer mehr Bücher dieser Art
Gleichzeitig behandelt der Roman auch ernstere Themen wie Rassismus, Sexismus, Klassismus und Krankheit.
Am meisten berührt hat mich, wie bedingungslos Honey und Blondie füreinander einstehen. Das Buch ist in sich also auch eine Ode an Frauenfreundschaften. Die Verbindung zwischen den beiden Protagonistinnen, ist die Art von Freundschaft, die man immer sucht, die man sich immer wünscht.
Man weiß von Anfang an, dass eine der beiden Freundinnen schwer erkrankt ist. Gerade deswegen haftet der Geschichte eine unterschwellige Traurigkeit an. Das Lesen fühlt sich zeitweise eine wenig so an, als würde man durch altes ein Fotoalbum blättern, vergangene Zeiten romantisieren und dabei 2000er Songs auf Spotify hören.
Zusammenfassend ist dieser Roman nicht nur Y2k-, das ist vor allem auch Generation-Z-Literatur. Eine bunte Mischung aus dem Wiederauflebenlassen von Trends der Nullerjahre und den gesellschaftlichen Diskursen der 2020er. Es trifft damit für mich ins Schwarze des Jahres 2026. Ich halte es für sehr lesenswert.