Superpower: Freundschaft
Mit „Honey & Blondie“ hat die Autorin, Journalistin und Podcasterin Ubin Eoh ihr Romandebüt veröffentlicht.
Im Fokus der Geschichte stehen die Freundinnen Hyunjeong und Bianca, die sich gegenseitig ihre Spitznamen geben und fortan von allen so genannt werden. Die zwei Freundinnen kommen aus ganz unterschiedlichen sozialen Umfeldern. Honey ist die jüngste von drei Geschwistern und die Tochter koreanischer Einwanderer, während Bianca als Einzelkind mit ihrer alleinerziehenden Mutter zusammenlebt.
Als die junge, verängstigte Honey im Kindergarten in eine Situation gerät, die große Panik in ihr auslöst, tritt zum ersten mal die Superkraft ein, welche die zwei Freundinnen für den Rest ihres Lebens begleiten wird und eine tiefe, innige, fast magische Verbundenheit zwischen ihnen schafft.
Anders als im Klappentext angekündigt, spielt die Krankheit erst zum Ende der Geschichte eine übergeordnete Rolle. Wir begleiten die zwei Freundinnen auf ihrem Weg vom Kindsein, über Pubertät, bis in ihre 30er und dürfen so Teil dieser ganz besonderen Verbindung werden. Auf außergewöhnliche Art verbindet der Roman Fantasie mit gesellschaftskritischen Themen. Er bringt uns zum Nachdenken, berührt tief und lässt uns mit Hoffnung zurück.
„Honey & Blondie“ ist eines dieser Bücher, welches beim Lesen einen solchen Sog erzeugt, dass man es gar nicht mehr aus der Hand legen will. Eohs Schreibstil ist modern, nahbar und schnörkellos. Die kurzen Kapitel aus wechselnden Perspektiven mit popkulturellen Referenzen an die 1990er und 2000er Jahre, dürften bei den Millenials unter den Leser:innen große Nostalgie wecken und dafür sorgen, dass man immer „noch ein weiteres“ Kapitel lesen möchte.
Anfangs stand ich dem ganzen Konzept des Körpertauschs skeptisch gegenüber. Normalerweise mag ich keine Geschichten mit übernatürlichen Fantasy-Elementen. Ich muss aber sagen, dass sich diese Skepsis schnell gelegt hat, da hier einfach eine super innige Verbundenheit im Mittelpunkt steht und der Körpertausch beinahe mehr wie eine Metapher für ihre Freundschaft wirkt: Momente, die allein zu schwer tragbar sind, stehen sie so wortwörtlich für die jeweils andere durch.
Objektiv betrachtet ist es für mich eigentlich kein perfektes Buch. Der übernatürliche Aspekt und die unrealistische, perfekte Empathie zwischen den Freundinnen würde es so in der realen Welt nicht geben. Konflikte sind absolut menschlich und gehören zu jeder Freundschaft dazu, auch, dass man sich vielleicht mal nicht so gut in einen anderen Menschen einfühlen kann.
Die tiefe Verbundenheit ist hier bewusst übertrieben dargestellt und macht genau damit den Reiz der Geschichte aus. In einer Welt, in der man immer öfter das Gefühl hat, in einer Dystopie zu leben und Empathie unter den Menschen immer weniger wird, fühlte sich diese Geschichte wie eine lange und wohlige Umarmung an.
Das Ende hat mir komplett das Herz zerrissen und war gleichzeitig fast einen Ticken zu kitschig, dennoch hat es die Geschichte einfach perfekt abgeschlossen.
„Honey & Blondie“ war für mich ein ganz besonderes Leseerlebnis über Freundschaft, soziale Unterschiede und die Frage, wie viel ein Mensch für einen anderen tragen kann, das sicher noch lange nachhallen wird. Ich kann diesen außergewöhnlichen Roman jedem von Herzen empfehlen, der so ein Wohlfühlbuch braucht.
Im Fokus der Geschichte stehen die Freundinnen Hyunjeong und Bianca, die sich gegenseitig ihre Spitznamen geben und fortan von allen so genannt werden. Die zwei Freundinnen kommen aus ganz unterschiedlichen sozialen Umfeldern. Honey ist die jüngste von drei Geschwistern und die Tochter koreanischer Einwanderer, während Bianca als Einzelkind mit ihrer alleinerziehenden Mutter zusammenlebt.
Als die junge, verängstigte Honey im Kindergarten in eine Situation gerät, die große Panik in ihr auslöst, tritt zum ersten mal die Superkraft ein, welche die zwei Freundinnen für den Rest ihres Lebens begleiten wird und eine tiefe, innige, fast magische Verbundenheit zwischen ihnen schafft.
Anders als im Klappentext angekündigt, spielt die Krankheit erst zum Ende der Geschichte eine übergeordnete Rolle. Wir begleiten die zwei Freundinnen auf ihrem Weg vom Kindsein, über Pubertät, bis in ihre 30er und dürfen so Teil dieser ganz besonderen Verbindung werden. Auf außergewöhnliche Art verbindet der Roman Fantasie mit gesellschaftskritischen Themen. Er bringt uns zum Nachdenken, berührt tief und lässt uns mit Hoffnung zurück.
„Honey & Blondie“ ist eines dieser Bücher, welches beim Lesen einen solchen Sog erzeugt, dass man es gar nicht mehr aus der Hand legen will. Eohs Schreibstil ist modern, nahbar und schnörkellos. Die kurzen Kapitel aus wechselnden Perspektiven mit popkulturellen Referenzen an die 1990er und 2000er Jahre, dürften bei den Millenials unter den Leser:innen große Nostalgie wecken und dafür sorgen, dass man immer „noch ein weiteres“ Kapitel lesen möchte.
Anfangs stand ich dem ganzen Konzept des Körpertauschs skeptisch gegenüber. Normalerweise mag ich keine Geschichten mit übernatürlichen Fantasy-Elementen. Ich muss aber sagen, dass sich diese Skepsis schnell gelegt hat, da hier einfach eine super innige Verbundenheit im Mittelpunkt steht und der Körpertausch beinahe mehr wie eine Metapher für ihre Freundschaft wirkt: Momente, die allein zu schwer tragbar sind, stehen sie so wortwörtlich für die jeweils andere durch.
Objektiv betrachtet ist es für mich eigentlich kein perfektes Buch. Der übernatürliche Aspekt und die unrealistische, perfekte Empathie zwischen den Freundinnen würde es so in der realen Welt nicht geben. Konflikte sind absolut menschlich und gehören zu jeder Freundschaft dazu, auch, dass man sich vielleicht mal nicht so gut in einen anderen Menschen einfühlen kann.
Die tiefe Verbundenheit ist hier bewusst übertrieben dargestellt und macht genau damit den Reiz der Geschichte aus. In einer Welt, in der man immer öfter das Gefühl hat, in einer Dystopie zu leben und Empathie unter den Menschen immer weniger wird, fühlte sich diese Geschichte wie eine lange und wohlige Umarmung an.
Das Ende hat mir komplett das Herz zerrissen und war gleichzeitig fast einen Ticken zu kitschig, dennoch hat es die Geschichte einfach perfekt abgeschlossen.
„Honey & Blondie“ war für mich ein ganz besonderes Leseerlebnis über Freundschaft, soziale Unterschiede und die Frage, wie viel ein Mensch für einen anderen tragen kann, das sicher noch lange nachhallen wird. Ich kann diesen außergewöhnlichen Roman jedem von Herzen empfehlen, der so ein Wohlfühlbuch braucht.