How to be a woman

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velfe Avatar

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Ja, was kann man denn zu Caitlin Morans wundersamen Buch sagen? Es hat zwei Seiten, so wie eigentlich alles. An manchen Stellen wirklich sehr amüsant und schmunzelnd zu lesen, an manchen aber auch mit viel Argwohn, Kopfschütteln und Unverständnis.

Wie ist es eine Frau zu sein, bzw. eine zu werden? Durch teilweise recht erschütternde Berichte ermöglicht Caitlin Moran den Lesern (bzw. werdens wohl wirklich hauptsächlich nur Leserinnen sein) einen Einblick in das Frauwerden / Frausein. Sehr direkt und ehrlich beschreibt sie die Szenarien. Mich erinnert sie ein wenig an Charlotte Roche, auch Feministin und auch auf dem _direkten_ Weg sich zu äußern.

Braucht die Literatur so was? Ich denke schon. Es gibt auch viele, die diese Art gerne haben. Mich persönlich amüsiert es sehr. Ich habe nur ein wenig Schwierigkeiten mit diesem ganzen Feministinnenzeugs. Ist das noch in dieser krassen Form nötig? Ich denke, dass wir heute nicht mehr so direkt darauf anspielen müssen bzw. uns laut schreiend zu "Ich bin eine Feministin" bekennen müssen. Da hat sich doch schon sehr sehr viel getan, oder?

Alles in allem ein kurzweiliges, aber auch nachdenklich stimmendes Buch, das sich doch schon lohnt zu lesen, auch wenn man eigentlich nicht auf dieses Genre steht. Jede Frau wird sich in vielen der beschriebenen Situationen auf eine Art wiederfinden, auch wenns bei uns allen wohl viel "normaler" war.

\>\> Manche Bücher müssen gekostet werden, manche verschlingt man, und nur einige wenige kaut man und verdaut sie ganz . \