Späte Rache

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zoe82 Avatar

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„Im Morgengrauen“ von Marc Raabe ist der 4. Band der Art Mayer-Reihe. Ehrlich gesagt, um den Schlaf gebracht - wie die Werbung verspricht - hat mich der Thriller nicht. Worum geht es?
Ein mysteriöser Einstieg. Kessy X, eine junge Frau um die Zwanzig, nimmt ein Video auf. Zwei weitere werden folgen. Sie erwähnt Henrik Westphal, den Bundeskanzler. Hatte sie tatsächlich eine Affäre mit ihm? Was steckt dahinter?
Sechs Wochen später, im Morgengrauen, ein Mord !? Schnitt: Das Kanzlerbüro. Henrik wird vermisst. Und dann wird auch Kessys Schwester Sophie entführt. Wo ist die Verbindung?
Danach gibt es ein Wiedersehen mit BKA-Ermittler Art Mayer, seiner Kollegin Nele Tschaikowski und der kleinen Milla. In einem U-Bahn-Tunnel wird eine Leiche gefunden - ohne Kopf. Handelt es sich um Kessy?
Last but not least gerät Art selbst ins Visier der Polizei…
Es dauert seine Zeit, bis die Handlung Fahrt aufnimmt. Ständige Wiederholungen der Geschehnisse aus den Vorgängerbänden gehen zu Lasten der Spannung. Dazu viel Jugendsprech.
Erzählt wird die Geschichte in wechselnden Perspektiven und auf zwei Zeitebenen: In der Gegenwart sowie in Kursivschrift, ein Countdown, beginnend 42 Tage vor „Tag Null“.
Wir begegnen alten Bekannten und Feinden. Auch Juli, die Frau des Kanzlers und Arts große Jugendliebe, sowie Leo sind wieder mit von der Partie.
Es geht um Sex. Sex mit jungen Frauen, Machtphantasien, Grenzüberschreitungen. Manchmal ziemlich eklig. Erschien mir nicht glaubwürdig.
Richtiges Tempo und Action kommen erst im letzten Drittel auf. Die Auflösung ist nur schwer zu erraten. Für mich ist die Geschichte damit auserzählt.

Fazit: Der vierte Fall für Art Mayer. Hier schließt sich der Kreis.