Neue Abenteuer für Mika, den Robotiker

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Im ersten Band der Immerland-Serie hatte Mika Thorwarth entdeckt, dass sein Gefühl für die Steuerung wunderlicher Roboter-Wesen eine begehrte Qualifikation ist und sein mangelndes Selbstbewusstsein gehörig aufpoliert werden muss. Der Fortsetzungsband führt das 13-jährige Robotik-Talent auf Klassenfahrt, wo seine Mitschülerin Jessica auf der Jagd nach instagramtauglichen Fotos in einen Zipfel Immerlands stürzt. Dort war Mika im ersten Band unterwegs gewesen und tritt nun entschlossen gegen den befürchteten Verdacht an, er könne Jessica gestoßen haben.
In der Folge bekommt es Mika mit wohlerzogenen Roboter-Primaten, absurden Hybridwesen (in Wort und Flix-Karikatur) und einem stillgelegten Tagebaugelände zu tun. Dass nicht nur trampelige Fabelwesen und Tagebau-Technik zum Einsatz kommen, sondern Rudel bildende winzige Pilzwesen mit Leuchtfunktion und ein niedlicher Tausendfüßler, hat mich köstlich amüsiert. Jedoch habe ich mich gefragt, ob außer Weltenbau (samt Magnetschwebebahn und Riesenrad), sowie Figurencharakterisierung noch eine Entwicklung der beiden Hauptfiguren stattfinden wird. Dass Mika ausgerechnet zu einem öffentlichen Duell aufgefordert wird, ließ schlimmste Panem-Klischees befürchten. In der Stadt können die jugendlichen Helden auf ihre Kenntnis des smarten identitäts-Armreifs zurückgreifen, Mika realisiert jedoch, dass das Gadget in erste Linie die Konsumsucht weckt.

Fazit
Ein Jahr nach Mikas Teilnahme am Wettkampf der Robotik-Teams ist mir der Wiedereinstieg in die Serie nicht leichtgefallen. Die Bücher zeitnah nacheinander zu lesen, dient sicher dem Wiedererkennen der Figuren. Auch wenn ich den Humor gewöhnungsbedürftig fand (welcher Dreizehnjährige witzelt über Simone de Beauvoir?) und nicht immer erkennen konnte, wo gerade der Plot verläuft, war Immerland wieder ein skurriles Erlebnis.

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Serieninfo:
Band 3 „Das Ende der Ewigkeit“ ist für Herbst 2027 angekündigt.