Idee super, Ausführung ausbaufähig
Chelsea Curto ist neu auf dem deutschen Buchmarkt. Bevor es ihr Eishockey-Reihe im nächsten Jahr nach Lyx schafft, ist aber zunächst eine MINT-Romanze angesagt mit „In Stormy Weather“. Ich hatte im Vorfeld einige Vergleiche zu Ali Hazelwoods Liebesromanen mitbekommen sowie auch positive deutsche Stimmen, sodass ich gerne reinhören wollte.
Das Hörbuch ist von Pia-Rhona Saxe und Alexander Schwarz gelesen worden. Vielleicht war sie mir einen Ticken zu jung von der Stimme her, auch weil ich sie schon öfters für jüngere Protagonistinnen gehört habe, aber groß gestört hat es mich keinesfalls. Ich fand es auch super, dass eine Sequenz, die einen Podcast von Quincy und Sebastian abbildete, auch zusammen vertont wurde. Das fühlte sich sehr echt an und hat auch nochmal das Miteinander der beiden Figuren verstärkt.
Kommen wir zum Inhalt und da muss ich sagen, ja, es war definitiv MINT (oder STEM, wie es im englischsprachigen Raum heißt), weil der Beruf Meteorologin/Meteorologe einen sehr großen Raum eingenommen hat und das war für mich persönlich das größte Plus. Ich lese einfach gerne neue Ideen und lerne dabei auch was. Auch wenn ich nicht abschätzen kann, inwieweit Curto da selbst Erfahrung hat oder ob sie einfach fantastisch recherchiert hat, aber die Thematik fühlte sich detailliert und echt aufgearbeitet an. Ich fand auch die Idee, dass gerade Quincy mit ihrem Podcast auch jeden mitnehmen will, einen Wissenschaftsbereich verstehen zu können, sehr ansprechend. In Zeiten von Fake News verliert leider auch die Wissenschaft immer mehr an ihrem kostbaren Ruf, umso besser, wenn über Social Media Wissenschaftsbegeisterte ihre Liebe ehrlich rübergebracht bekommen, um den Ruf wieder zu stärken.
Genauso haben wir aber abgeleitet auch die Schwierigkeiten von Frauen in den Studiengängen und dann im Beruf. Man hat deutlich gemerkt, dass Quincy sich ihre Nische suchen musste. Auch wenn sie ihre Frau stehen kann, aber eine gewisse Hoffnungslosigkeit war schon da, weswegen ich umso stolzer war, dass sie dennoch die Bewerbung gewagt hat. Ich war also insgesamt ein großer Fan von Quincy und ihrer Darstellung. Umso enttäuschender ist letztlich, dass Sebastian mir nicht Ähnliches geben konnte und das mich auch ein Themenschwerpunkt nicht überzeugen konnte. Sebastian hat nicht prinzipiell etwas falsch gemacht, zumal er sich auch an den richtigen Stellen angemessen für Quincy eingesetzt hat, aber ich mochte einfach diesen Wiederspruch aus Foppen und sie regelrecht anbeten zu verrückt. Ich fand einfach, dass er auch keine richtige Persönlichkeit entwickelt hat. Wir haben zwar bei ihm auch den Umstand, dass er in seinem Beruf als Wettermoderator nicht glücklich ist, aber letztlich war das auch schon alles. Insgesamt kann man sicherlich auch urteilen, dass persönliche Entwicklung nicht im Zentrum des Buchs stand, aber bei Sebastian ist das richtig eklatant. Wenn ich alles aus der Liebesgeschichte rausnehme, dann bleibt für ihn individuell quasi nichts übrig.
Angesichts des Themas Meteorologie habe ich mir eine größere Bandbreite vorgestellt, aber im Grunde war ein Hauptteil darauf angelegt, dass die beiden Figuren in der Hurrikansaison einen Sturm nach dem anderen jagen. Ein Sturm wäre sicherlich super gewesen, da auch richtig Spannung rauszukitzeln, aber letztlich wiederholte sich das wieder und wieder. Wenn ich dann noch die jeweiligen Charakterentwicklungen hinzunehme, dann fällt schon deutlich auf, dass Curto trotz der Länge nicht viel angeboten hat.
Fazit: „In Stormy Weather“ ist als Grundidee super und befeuert auch weiter, dass sich mit MINT als Setting einiges erzählen lässt, was es noch nicht so oft auf dem Buchmarkt gibt. Aber es war inhaltlich einfach etwas zu wenig, weswegen ich die Laufzeit des Hörbuchs gerade hinten heraus als sehr zäh empfunden habe.
Das Hörbuch ist von Pia-Rhona Saxe und Alexander Schwarz gelesen worden. Vielleicht war sie mir einen Ticken zu jung von der Stimme her, auch weil ich sie schon öfters für jüngere Protagonistinnen gehört habe, aber groß gestört hat es mich keinesfalls. Ich fand es auch super, dass eine Sequenz, die einen Podcast von Quincy und Sebastian abbildete, auch zusammen vertont wurde. Das fühlte sich sehr echt an und hat auch nochmal das Miteinander der beiden Figuren verstärkt.
Kommen wir zum Inhalt und da muss ich sagen, ja, es war definitiv MINT (oder STEM, wie es im englischsprachigen Raum heißt), weil der Beruf Meteorologin/Meteorologe einen sehr großen Raum eingenommen hat und das war für mich persönlich das größte Plus. Ich lese einfach gerne neue Ideen und lerne dabei auch was. Auch wenn ich nicht abschätzen kann, inwieweit Curto da selbst Erfahrung hat oder ob sie einfach fantastisch recherchiert hat, aber die Thematik fühlte sich detailliert und echt aufgearbeitet an. Ich fand auch die Idee, dass gerade Quincy mit ihrem Podcast auch jeden mitnehmen will, einen Wissenschaftsbereich verstehen zu können, sehr ansprechend. In Zeiten von Fake News verliert leider auch die Wissenschaft immer mehr an ihrem kostbaren Ruf, umso besser, wenn über Social Media Wissenschaftsbegeisterte ihre Liebe ehrlich rübergebracht bekommen, um den Ruf wieder zu stärken.
Genauso haben wir aber abgeleitet auch die Schwierigkeiten von Frauen in den Studiengängen und dann im Beruf. Man hat deutlich gemerkt, dass Quincy sich ihre Nische suchen musste. Auch wenn sie ihre Frau stehen kann, aber eine gewisse Hoffnungslosigkeit war schon da, weswegen ich umso stolzer war, dass sie dennoch die Bewerbung gewagt hat. Ich war also insgesamt ein großer Fan von Quincy und ihrer Darstellung. Umso enttäuschender ist letztlich, dass Sebastian mir nicht Ähnliches geben konnte und das mich auch ein Themenschwerpunkt nicht überzeugen konnte. Sebastian hat nicht prinzipiell etwas falsch gemacht, zumal er sich auch an den richtigen Stellen angemessen für Quincy eingesetzt hat, aber ich mochte einfach diesen Wiederspruch aus Foppen und sie regelrecht anbeten zu verrückt. Ich fand einfach, dass er auch keine richtige Persönlichkeit entwickelt hat. Wir haben zwar bei ihm auch den Umstand, dass er in seinem Beruf als Wettermoderator nicht glücklich ist, aber letztlich war das auch schon alles. Insgesamt kann man sicherlich auch urteilen, dass persönliche Entwicklung nicht im Zentrum des Buchs stand, aber bei Sebastian ist das richtig eklatant. Wenn ich alles aus der Liebesgeschichte rausnehme, dann bleibt für ihn individuell quasi nichts übrig.
Angesichts des Themas Meteorologie habe ich mir eine größere Bandbreite vorgestellt, aber im Grunde war ein Hauptteil darauf angelegt, dass die beiden Figuren in der Hurrikansaison einen Sturm nach dem anderen jagen. Ein Sturm wäre sicherlich super gewesen, da auch richtig Spannung rauszukitzeln, aber letztlich wiederholte sich das wieder und wieder. Wenn ich dann noch die jeweiligen Charakterentwicklungen hinzunehme, dann fällt schon deutlich auf, dass Curto trotz der Länge nicht viel angeboten hat.
Fazit: „In Stormy Weather“ ist als Grundidee super und befeuert auch weiter, dass sich mit MINT als Setting einiges erzählen lässt, was es noch nicht so oft auf dem Buchmarkt gibt. Aber es war inhaltlich einfach etwas zu wenig, weswegen ich die Laufzeit des Hörbuchs gerade hinten heraus als sehr zäh empfunden habe.