Tolle Geschichte mi starker MINT-Protagonistin

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
feliz Avatar

Von

Ich mag die Gestaltung des Buches richtig gerne, weil es wirklich perfekt zu Quincy und Sebastian passt. Außerdem liebe ich, dass es aussieht, als würde der Regen auf die Seiten des Buches prasselt, was einfach gut aussieht.

Die Story hat mich ebenfalls richtig gereizt: Dr. Quincy Monroe ist eine extrem erfolgreiche Meteorologin mit einer täglichen Wettershow auf Social Media und hofft nun, einen Job im Nationalen Wetterdienst zu bekommen, um mit ihrer Arbeit den Menschen helfen zu können. Dabei kommt ihr ausgerechnet Sebastian Dunn in die Quere, ihr Rivale seit High School Zeiten, erfolgreicher TV-Wetterstar und der Bruder ihrer besten Freundin. Während sie sich dauernd bei Treffen mit den gemeinsamen Freunden und der Suche nach großen Stürmen über den Weg laufen, erkennen sie, dass sie mehr gemeinsam haben, als gedacht. Quincys Follower lieben Sebastians Auftritte in ihrer Show und sie beginnen gemeinsam über die Hurricane-Saison in Florida zu berichten, die eine der heftigsten sein könnte, die der Staat seit langem erlebt hat. Dabei kommen sie sich langsam näher, aber Quincy kann sich auf keinen Fall auf einen Mann einlassen, wenn sie als Wissenschaftlerin endlich ernst genommen werden will.

Ich habe mich richtig auf dieses Buch gefreut, weil ich noch keins gelesen habe, bei dem Meteorologie und die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Wetter eine so große Rolle gespielt hätte und ich war sehr gespannt, wie es umgesetzt wird. Die Geschichte konnte mich ab der ersten Seite begeistern, was auch an dem tollen Schreibstil liegt. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und mochte es gerne, dass die Kapitel abwechselnd aus der Sicht von Quincy und Sebastian geschrieben sind, man aber auch den Ablauf der Show und die Kommentare lesen kann. Das macht das Lesen extrem kurzweilig und ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen.

Das liegt auch daran, dass ich die Themen so interessant fand. Ich habe mich nie näher mit dem Wetter auseinandergesetzt, aber so wie Quincy darüber geredet hat, fand ich es unglaublich spannend. Ich mochte es zu sehen, wie wichtig es für sie ist, Menschen aufzuklären, ihnen zu erklären, wie gefährlich das Wetter werden kann und wie verschiedene Wetterereignisse entstehen. Dadurch konnte ich auch besser verstehen, warum sie und Sebastian rausfahren und dort Stürme suchen. Es ist natürlich aufregend, aber es geht um viel mehr. Sie können dadurch live Updates geben, was gerade passiert und dadurch mehr Menschen warnen, als wenn sie nur Daten analysieren würden.

Mein wirkliches Highlight sind aber die Charaktere. Ich habe sowohl Quincy als auch Sebastian extrem schnell ins Herz geschlossen. Quincy ist so gut als Meteorologin, dass ich gar nicht anders konnte als sie zu bewundern. Zumal sie sich in der männlichen dominierten Welt immer wieder durchsetzen muss und dennoch nicht ernst genommen wird. Es hat mich wütend gemacht, wenn ihre Arbeit immer wieder kleingeredet wird, nur weil sie eine Frau ist und das obwohl sie einen Doktortitel hat und tolle Arbeit leistet. Aus diesem Grund mochte ich es auch so gerne, dass Sebastian ihr immer wieder gesagt hat, dass sie top qualifiziert ist und es verdient hat, dort zu sein, wo sie ist, selbst wenn sie miteinander konkurrieren. Gleichzeitig setzt er sich gegenüber anderen immer wieder für sie ein und lässt nicht zu, dass sie nicht ernst genommen wird, sodass sie es nicht jedes Mal aufs Neue tun muss. Außerdem ist die Dynamik zwischen den beiden unglaublich toll, selbst wenn Quin länger braucht, um das zu verstehen, weil sie ihn immer nur als ihren Rivalen gesehen hat. Ich mochte ihre kleinen Auseinandersetzungen aber unglaublich gerne, weil sie beide solche Wetternerds sind, dass sie vermutlich die einzigen sind, die den jeweils anderen verstehen und ihm in ihrer Leidenschaft in nichts nachstehen. Außerdem habe ich geliebt, dass Sebastian schon recht früh sehr genau wusste, wie er sich gegenüber Quincy fühlt und sie auch immer wieder in diese Richtung weist, ihr aber gleichzeitig auch Zeit lässt, selbst an diesen Punkt zu kommen.

Alles in allem habe ich das Buch wirklich geliebt, was ich in der Form gar nicht erwartet habe. Der Schreibstil war wirklich fesselnd, aber es waren die Charaktere, die mein Herz gewonnen haben und mit denen ich auf ein Happy End hingefiebert habe. Dabei hat es mich nicht wirklich gestört, dass das Buch in gewisser Weise einer sehr erwartbaren Storyline folgt, weil es genug Themen gab, die ich in der Art erst sehr selten gelesen habe, sodass ich einfach nur so durch die Geschichte geflogen bin.