Unterhaltsame Sommerlektüre

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aoibheann Avatar

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Das war ein wirklich schönes und nettes Sommerbuch.
Sebastian und Quincy kennen sich bereits seit ihrer Schulzeit und seit jeher stehen beide in Konkurrenz miteinander. Das die beiden einander nicht ganz so egal sind, wie sie zunächst vorgeben, wird schnell klar. Die vermeintliche Rivalität entlädt sich in ironischen und bissigen Dialogen, die sich beide wie Pingpongbälle um die Ohren pfeffern. Die Chemie zwischen beiden stimmt und es knistert gewaltig.
Interessant war für mich auch das Setting insgesamt mit alltagstauglichen Infos zur Meteorologie. Da wurden nicht nur einfach hochtrabende Fachworte eingeworfen, sondern auch gute Erklärungen geliefert, ohne das es allzu belehrend wirkt. Die Geschichte hat Schwung, Charme und Witz und ist damit für mich eine tolle Sommerlektüre.
Quincy und Sebastian sind insgesamt zwei sympathische Hauptfiguren. Auch der Freundeskreis um die beiden war sehr sympathisch gestaltet und wären eigentliche gute Kandidaten für eine Fortsetzung.
Irritierend fand ich nur, dass sich der Erzählstil in den Erotikszenen doch sehr vom Rest unterschieden hat. Der ansonsten leichte Stil fühlt sich dann gezwungener an, der Dirty Talk so wie dort beschrieben klingt aufgesetzt und passte für mich insgesamt nicht zu den Figuren. Weshalb ich restlichen dieser Szenen auch ehrlicherweise eher überflogen statt aufmerksam gelesen habe.
Und auch wenn ich mich damit fürchterlich unbeliebt mache: es hat mich genervt, dass im Verlauf immer wieder darauf hingewiesen wurde, wie schwer Quincy es als Frau in ihrer Branche hat. Eine entsprechende Erwähnung am Anfang plus eine entsprechende Szene später hätten für mich vollkommen ausgereicht um es glaubwürdig zu machen, ich brauche keine Erinnerung alle paar Kapitel.

Trotzdem hat mir das Buch gefallen und ich hatte eine gute Zeit damit.