Viel Wirbel, der leider nicht bleibt
Selten hat sich mein Eindruck von einem Buch während des Lesens so stark verändert wie bei In Stormy Weather. Gestartet bin ich ohne große Erwartungen und hatte mich innerlich schon auf eine eher klassische 08/15-Romance eingestellt. Umso überraschter war ich von den ersten Kapiteln. Quincy und Sebastian liefern sich herrlich bissige Wortgefechte, schenken sich absolut nichts und bringen eine Dynamik mit, die mich sofort unterhalten hat. Besonders gefallen hat mir, dass Enemies to Lovers hier zunächst wirklich ernst genommen wird und die gegenseitige Abneigung nicht nach wenigen Seiten plötzlich vergessen ist.
Auch das Thema Meteorologie wird richtig schön in die Geschichte eingebunden und gibt ihr etwas Eigenes. Ein besonderes Highlight waren für mich The Rainy Day Show und die dazugehörigen Kommentarspalten. Sie bringen Humor hinein, zeigen gleichzeitig realistische Seiten des Content-Creator-Lebens und haben perfekt zu Quincy gepasst. Dazu kommen ernstere Themen und berufliche Herausforderungen, die den Charakteren zusätzliche Tiefe verleihen.
Leider konnte das Buch dieses Niveau für mich nicht halten. Je weiter die Geschichte voranschritt, desto mehr ging von dem verloren, was mich anfangs begeistert hatte. Die schlagfertigen Dialoge wurden weniger, der Schlagabtausch verlor seinen Biss und irgendwann fehlte mir schlicht die besondere Chemie der ersten Hälfte. Stattdessen rückten andere Aspekte der Beziehung immer stärker in den Vordergrund, die auf mich teilweise eher konstruiert wirkten. Ich ertappte mich sogar dabei, Sätze zu überfliegen und regelrecht nach der ursprünglichen Dynamik zu suchen. Besonders schade fand ich Quincys Entwicklung. Ihre Schlagfertigkeit und Eigenständigkeit hatten sie für mich zu einer richtig starken Protagonistin gemacht. Im weiteren Verlauf hatte ich jedoch zunehmend das Gefühl, dass etwas von genau dieser Stärke verloren geht. Gleichzeitig gerät auch The Rainy Day Show immer stärker in den Hintergrund und damit ausgerechnet einer der Aspekte, die das Buch für mich von anderen Romance-Geschichten abgehoben haben.
Am Ende bleibt deshalb vor allem ein Gefühl von verschenktem Potenzial. Die erste Hälfte hat meine Erwartungen deutlich übertroffen und mir unglaublich viel Spaß gemacht. Umso enttäuschender war es, dass die Geschichte genau die Stärken, mit denen sie mich gewonnen hatte, nach und nach verliert. Schlecht ist In Stormy Weather für mich definitiv nicht, dafür war der Einstieg viel zu stark. Trotzdem bleiben zwei sehr unterschiedliche Leseerfahrungen zurück und die Frage, wie sehr ich dieses Buch hätte lieben können, wenn es seine anfängliche Dynamik bis zum Schluss behalten hätte.
Auch das Thema Meteorologie wird richtig schön in die Geschichte eingebunden und gibt ihr etwas Eigenes. Ein besonderes Highlight waren für mich The Rainy Day Show und die dazugehörigen Kommentarspalten. Sie bringen Humor hinein, zeigen gleichzeitig realistische Seiten des Content-Creator-Lebens und haben perfekt zu Quincy gepasst. Dazu kommen ernstere Themen und berufliche Herausforderungen, die den Charakteren zusätzliche Tiefe verleihen.
Leider konnte das Buch dieses Niveau für mich nicht halten. Je weiter die Geschichte voranschritt, desto mehr ging von dem verloren, was mich anfangs begeistert hatte. Die schlagfertigen Dialoge wurden weniger, der Schlagabtausch verlor seinen Biss und irgendwann fehlte mir schlicht die besondere Chemie der ersten Hälfte. Stattdessen rückten andere Aspekte der Beziehung immer stärker in den Vordergrund, die auf mich teilweise eher konstruiert wirkten. Ich ertappte mich sogar dabei, Sätze zu überfliegen und regelrecht nach der ursprünglichen Dynamik zu suchen. Besonders schade fand ich Quincys Entwicklung. Ihre Schlagfertigkeit und Eigenständigkeit hatten sie für mich zu einer richtig starken Protagonistin gemacht. Im weiteren Verlauf hatte ich jedoch zunehmend das Gefühl, dass etwas von genau dieser Stärke verloren geht. Gleichzeitig gerät auch The Rainy Day Show immer stärker in den Hintergrund und damit ausgerechnet einer der Aspekte, die das Buch für mich von anderen Romance-Geschichten abgehoben haben.
Am Ende bleibt deshalb vor allem ein Gefühl von verschenktem Potenzial. Die erste Hälfte hat meine Erwartungen deutlich übertroffen und mir unglaublich viel Spaß gemacht. Umso enttäuschender war es, dass die Geschichte genau die Stärken, mit denen sie mich gewonnen hatte, nach und nach verliert. Schlecht ist In Stormy Weather für mich definitiv nicht, dafür war der Einstieg viel zu stark. Trotzdem bleiben zwei sehr unterschiedliche Leseerfahrungen zurück und die Frage, wie sehr ich dieses Buch hätte lieben können, wenn es seine anfängliche Dynamik bis zum Schluss behalten hätte.