Einfühlsame Familiengeschichte
Vater und Sohn könnten kaum unterschiedlicher sein: Während Sohn Cal auf dem Festland studiert hat und das Nachtleben der Großstadt schätzt, wohnt sein Vater John alleine, züchtet Schafe, webt Tweed und hat nur einen einzigen Sozialkontakt. Als es seiner Großmutter schlechter geht, kehrt Cal zurück auf die Hebriden - und taucht wieder ein in alte Strukturen. Großmutter und Vater sprechen nicht miteinander, aber beide sprechen mit ihm. Nur wenig Substanzielles kommt dabei rum. Seine Mutter wohnt am anderen Ende der Insel. Seine Halbgeschwister kennt er kaum. Und seine Homosexualität darf und kann er hier auf keinen Fall ausleben.
Douglas Stuart kann wie kaum ein andere einen Mikrokosmos erschaffen, der gleichermaßen realistisch und unwirklich scheint. Auch den Kampf der Charaktere mit sich selbst hat er perfektioniert. Was bleibt, wenn da niemand ist, zu dem man vollkommen ehrlich sein kann?
Douglas Stuart kann wie kaum ein andere einen Mikrokosmos erschaffen, der gleichermaßen realistisch und unwirklich scheint. Auch den Kampf der Charaktere mit sich selbst hat er perfektioniert. Was bleibt, wenn da niemand ist, zu dem man vollkommen ehrlich sein kann?