Cozy-Crime in der Miniaturstadt

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leopol Avatar

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Johannes Jojo Wunder ist Kriminaloberkommissar in der doch beschaulichen Kleinstadt Knuffingen. Doch irgendwie läuft es gerade etwas unrund. Seine Mutter, Restaurantbesitzerin, erhält eine doch eher vernichtende Kritik vom Journalisten Friedrich Frank. Die meisten Kollegen der Dienststelle sind auf Urlaub oder Fortbildung und den neuen Chef hat er noch nicht kennengelernt. Und gerade jetzt wird der große Kritiker Friedrich Frank ermordet aufgefunden – zu allem Überfluss werden am Auffinde Ort verschiedene Dinge gefunden, die auf seine vernichtenden Kritiken hindeuten. Unter anderem eben auch auf Johannes Mutter und Liora Märklin, Blumenhändlerin und Jojos Schwarm.

Die Idee des Romans fand ich faszinierend, denn der Roman spielt in der fiktiven Stadt Knuffingen die sich in der Miniatur Wunderwelt, einer Touristenattraktion befindet. Schon die Covergestaltung macht dies klar – sind doch Miniaturszenen hier festgehalten. Über weite Teile wird die Geschichte hier, wie ein normaler Krimi erzählt, doch als Leser ist man sich des besonderen Settings natürlich bewusst und ab und an haben auch die Figuren so ihre Momente, in denen sie denken überwacht zu werden.

Die Charaktere sind teilweise doch etwas kauzig und greifen so manche Stereotypen einer Kleinstadt auf. Jedoch wachsen sie einen sehr ans Herz. Man darf sich auf eine Portion Humor und viel Situationskomik freuen – und ich denke so manche Eigenart, wie der immer abwesende Chef könnten vielleicht auch noch bei den Folgebänden auftreten.

Der Schreibstil ist flüssig und grundsätzlich kommt man ohne Längen durch den Roman. So manche Wendung war für mich allerdings absehbar. Dennoch würde ich das Buch als soliden Cozy-Crime bezeichnen. Vor allem Kenner der Miniaturwelt haben sicher besondere Freude damit Knuffingen hier literarisch verarbeitet zu sehen.

Ein sympathisches Cozy-Crime für zwischendurch. Ich freue mich schon auf Fortsetzungen und nehme mir definitiv auch vor das echte Knuffingen zu besuchen.