Gute Idee mit dem Miniaturwunderland...

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Gute Idee mit dem Miniatur Wunderland …

Jo Fischler ist der Autor von Klein, aber tot – Ein Knuffingen-Krimi, erschienen im rororo Verlag. Ein Krimi mit dem Miniatur Wunderland als Schauplatz – das hat mich neugierig gemacht.

Der hochprämierte Journalist muss Frankfurt verlassen, weil er bei seinen Recherchen nicht gründlich genug war. So landet er in Knuffingen bei einem kleinen Zeitungsverlag, für wenig Honorar, dafür aber mit reichlich Gelegenheit, sich als Schmähkritiker einen negativen Ruf zu verschaffen. Und dann geschieht ein Mord.

Die Idee hinter dem Buch fand ich eigentlich wirklich gut. Ein Krimi, der im Umfeld des Miniatur Wunderlandes spielt, hat schließlich etwas Besonderes. Genau dieses besondere Gefühl hat mir allerdings gefehlt.

Ich hatte beim Lesen überhaupt nicht das Gefühl, wirklich im Miniatur Wunderland zu sein. Für mich hätte die Geschichte genauso gut irgendwo anders spielen können. Auch der Lokalkolorit kam bei mir nicht so richtig an. Knuffingen blieb für mich eher ein Ort, der irgendwie überall und gleichzeitig nirgendwo sein könnte.

Die Charaktere sind mir leider ebenfalls ein bisschen ferngeblieben. So richtig warm geworden bin ich mit ihnen nicht. Und auch der Humor hat mich nicht wirklich erreicht. Dabei ist der Schreibstil absolut top. Das Buch liest sich flüssig und ich habe es bis zum Ende geschafft – auch wenn es bei mir ein paar Tage länger gedauert hat. Zwischendurch gab es für mich allerdings ein paar Längen und an manchen Stellen hatte ich schon eine Ahnung, wohin die Geschichte führen wird.

Die Aufklärung war in Ordnung und am Ende gab es natürlich ein gutes Ende. Eine Liebesgeschichte gab es zum Glück auch nicht – das hätte gerade noch gefehlt.

Lesezeichenfees Fazit:

Klein, aber tot kann man durchaus lesen. Das Buch macht nichts kaputt und der Schreibstil ist wirklich gut. Für mich war es aber leider kein besonderer Krimi. Ich hatte mir vor allem durch den Bezug zum Miniatur Wunderland deutlich mehr Atmosphäre und dieses gewisse Etwas erwartet.

Vielleicht war meine Erwartungshaltung einfach zu groß. Denn ganz ehrlich: Für mich fühlte es sich wie Werbung für das Miniatur Wunderland an, vom Cover her. Blöd nur – bei mir hat sie nicht gewirkt.