Leichte Welt

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manjula Avatar

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... und ja, man könnte den ersten Buchstaben des Rezensions-Titels auch austauschen. Im Ort Knuffingen im Miniaturwunderland Hamburg - laut Klappentext Deutschlands beliebteste Touristenattraktion - versetzt der Autor Jo Fischler seinen Protagonisten KOK Jojo Wunder in einen Mordfall. Das Mordopfer ist ein Journalist, der sich durch besonders bissige Kolumnen einige Feinde im Ort machte und sich danach tot am See wiederfindet. Jojo Wunders Gedankenwelt wird zu nicht unwesentlichen Teilen von seiner Mutter, Mutti, und seinem Schwarm seit Schulzeiten, Liora, beherrscht. Der Spannungsbogen ist mittelprächtig. Ermitteln wäre für Jojos Engagement auch nicht so ganz der richtige Ausdruck, weil sich so unprofessionell nichtmal ein Amateurschnüffler aufführen würde. Als Krimi würde ich das Buch also eher nicht durchgehen lassen. Vielleicht soll die Wahl des Mordopfers allzu kritische Rezensenten motivieren, nochmal in sich zu gehen? Vielleicht 🤔 liegt meine reservierte Betrachtung auch daran, dass ich das Miniaturwunderland niemals besucht habe - womöglich gab es eine Häufung wirklich lustiger Anspielungen, die ich einfach nicht verstanden habe. Die leichte Ironie, die ich in die Leseprobe hineininterpretiert hatte, habe ich im Buch jedenfalls nicht mehr gefunden. Als Fazit: Meins wars nicht, und ich wurde das gesamte Buch hindurch den Eindruck nicht los, dass ein geschäftiger Autor die Chance erkannt hat, sich das Recherchieren und das Ersinnen einer spannenden, tragfähigen Geschichte zu ersparen, indem er sich auf die Bezugnahme auf eine beliebte Attraktion als Aufmerksamkeits- und Bindungsanker verließ. Sollte es wirklich eine Reihe werden, verzichte ich auf Band 2 ff.
Die Covergestaltung ist hübsch, sie zeigt Schnappschüsse aus Knuffingen.