Ein düsteres Spielzeug

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doroko Avatar

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Als ich das Cover gesehen habe, wusste ich sofort: Das Buch will ich lesen.
Der Einstieg in die LE hat mich eiskalt erwischt. Die Szene am Weihnachtsabend 2001 hat was nostalgisches und weckt zunächst eigene Kindheitserinnerungen. Doch dann schlagen diese aber durch die seltsame, gebrauchte Spielzeugeisenbahn sofort in ein tiefes Unbehagen um. Ich fand es faszinierend und gleichzeitig erschreckend, wie hier die kindliche Eifersucht und die grausamen Rachefantasien des kleinen Jeremy genutzt wird, um eine unheilvolle Atmosphäre aufzubauen. Als er die Puppe seiner Schwester auf die Schienen bindet und kurz darauf ein echtes Unglück geschieht, habe ich mich sofort gefragt, ob dieses Spielzeug eine dunkle Eigenmacht besitzt. Der dann folgende abrupte Wechsel zur Kinderbuchautorin Annie in der Gegenwart verstärkt meine Neugier nur noch, da ich unbedingt wissen will, wie diese traumatischen Schatten der Vergangenheit mit ihrem heutigen Erfolg verknüpft sind. Ich muss auf jeden Fall weiterlesen, wenn auch mit einem gewissen mulmigen Gefühl.