Ein Spielzeug aus der Hölle und das Grauen der Fantasie

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melina.kl Avatar

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„Komm spielen“ zieht einen ab der ersten Seite mit einer meisterhaft aufgebauten, unheilvollen Atmosphäre in den Bann. Der Prolog ist ein Paradebeispiel für subtilen Horror: Ein eigentlich harmloses Weihnachtsgeschenk – eine alte Eisenbahn – wird durch kleine Details (das Kribbeln, die abgetrennte Puppenhand) zum Vorboten eines blutigen Schicksals.
Besonders stark ist der Kontrast zwischen der unschuldigen Welt einer Kinderbuchautorin und der grausamen Realität, in der Fantasie tödliche Folgen haben kann. Die Idee, dass ein Kinderbuch einen realen Tod provoziert hat, verleiht der Geschichte eine psychologische Tiefe, die weit über einen Standard-Thriller hinausgeht.
Die Leseprobe lässt viele Fragen offen: Was geschah wirklich in Lucknow? Welche Macht besitzt das alte Spielzeug? Und kann Annie der Dunkelheit entfliehen, wenn sie diese vielleicht selbst (unbewusst) erschaffen hat?
Mein Fazit:
Ein hochspannender, düsterer Pageturner, der geschickt mit Urängsten und der Grenze zwischen Realität und Wahnsinn spielt. Fans von Stephen King oder Klassikern über „böse“ Gegenstände werden hier voll auf ihre Kosten kommen. Der Schreibstil ist direkt, packend und lässt einen mit einer wohligen Gänsehaut zurück. Definitiv ein Highlight für Thriller-Fans im Jahr 2026!