Gefahr hinter idyllischer Fassade.

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fönbo Avatar

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Die Leseprobe zu "Komm spielen" von Linwood Barclay überzeugt durch eine düstere, subtile Atmosphäre im abgelegenen Castle Creek.

Annie, die Ruhe sucht, wird stattdessen in ein Netz aus unheimlichen Geheimnissen gezogen, die besonders durch ihren Sohn Charlie spürbar werden.

Das Motiv des alten Spielzeugs im Schuppen erzeugt effektiv Gänsehaut und deutet auf eine Bedrohung hinter der idyllischen Fassade hin.

Barclays direkter Schreibstil erzeugt einen schnellen Sog, während die Andeutungen über Vorfälle im benachbarten Lucknow die Neugier steigern. Die psychologische Komponente ist stark ausgeprägt, da alltägliche Situationen geschickt in Bedrohungen verwandelt werden.

Annies greifbare Sorge um ihr Kind sorgt für eine sofortige emotionale Bindung an die Geschichte. Kurze Kapitel treiben die Handlung voran und lassen das Buch trotz des ruhigen Starts rasant wirken. Man fragt sich unwillkürlich, welches dunkle Geheimnis das Ferienhaus verbirgt.

Die Angst um Charlie baut sich bereits nach wenigen Seiten effektiv auf. Ein absolut packender Einstieg, der Lust auf mehr macht.

Die Mischung aus Mystery und Thriller wirkt extrem gut dosiert. Ein sehr vielversprechender Start für einen spannenden Thriller-Abend.