Sehr spannend

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jenny87 Avatar

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Schon die Leseprobe von Komm spielen hat mich ziemlich schnell gepackt – und zwar auf diese unangenehme, unterschwellige Art, bei der man merkt: Hier stimmt etwas ganz und gar nicht.
Die Ausgangssituation wirkt zunächst ruhig und fast idyllisch: Eine Mutter zieht mit ihrem Sohn in ein kleines, abgelegenes Dorf, um nach einer schweren Zeit zur Ruhe zu kommen. Doch genau dieses scheinbare Idyll bekommt schnell Risse. Besonders spannend fand ich, wie alltägliche Dinge – wie Spielzeug oder ein harmloses Umfeld – plötzlich eine unheimliche Wirkung bekommen. Dadurch entsteht eine richtig dichte, leicht beklemmende Atmosphäre.
Was mir besonders gefallen hat: Der Schreibstil ist sehr zugänglich, aber gleichzeitig erzeugt er konstant Spannung. Man wird nicht mit Action überflutet, sondern eher langsam hineingezogen – wie in einen Sog. Genau das macht es so effektiv.
Auch emotional funktioniert die Leseprobe gut. Die Beziehung zwischen Mutter und Sohn wirkt authentisch und macht die Situation direkt greifbar. Dadurch fühlt sich die Bedrohung viel intensiver an, weil man sofort mitfiebert.
Ein kleines Highlight ist die unterschwellige Mystery-Komponente: Man bekommt erste Hinweise, dass mehr hinter den Ereignissen steckt, ohne dass schon alles erklärt wird. Das sorgt dafür, dass man unbedingt weiterlesen will.
Fazit:
Die Leseprobe von Komm spielen ist ein starker Einstieg in einen Thriller, der mit Atmosphäre statt Tempo überzeugt. Düster, geheimnisvoll und genau richtig dosiert – macht definitiv Lust auf mehr.