Unheilvoll
Das Cover macht direkt klar, dass es hier nicht gemütlich wird: ziemlich düster, auffällig und genau auf diesen bedrohlichen Ton zugespitzt, den man von einem Thriller dieser Art auch erwartet. Mich hat aber vor allem der Einstieg überzeugt. Der Prolog mit Jeremy und der Eisenbahn ist richtig stark, weil er etwas vermeintlich Harmloses sofort ins Unheimliche kippen lässt. Gerade dieser Kontrast zwischen Weihnachtsszene, kindlicher Enttäuschung und dem, was dann passiert, hat bei mir sofort Wirkung erzielt. Der Schreibstil liest sich sehr flüssig, dabei aber nie beliebig – eher so, dass man schnell weiterliest, weil man spürt, dass hier etwas gründlich schiefläuft.
Interessant fand ich auch den Wechsel zu Annie, weil die Geschichte dadurch gleich noch eine andere Ebene bekommt. Plötzlich geht es nicht nur um einen gruseligen Auftakt, sondern auch um Schuld, Öffentlichkeit und die Frage, was Geschichten mit Menschen machen können. Annie wirkt auf mich müde, verletzlich und gleichzeitig sehr greifbar, gerade weil ihre Überforderung nicht übertrieben, sondern ziemlich nachvollziehbar geschildert wird. Ich erwarte deshalb keinen Thriller, der nur auf Schockmomente setzt, sondern eine Geschichte, in der sich das Unheimliche langsam in etwas Größeres verwandelt. Genau das macht die Leseprobe für mich spannend – auch wenn sie mich eher auf eine unterschwellige als auf eine brachiale Art gepackt hat.
Interessant fand ich auch den Wechsel zu Annie, weil die Geschichte dadurch gleich noch eine andere Ebene bekommt. Plötzlich geht es nicht nur um einen gruseligen Auftakt, sondern auch um Schuld, Öffentlichkeit und die Frage, was Geschichten mit Menschen machen können. Annie wirkt auf mich müde, verletzlich und gleichzeitig sehr greifbar, gerade weil ihre Überforderung nicht übertrieben, sondern ziemlich nachvollziehbar geschildert wird. Ich erwarte deshalb keinen Thriller, der nur auf Schockmomente setzt, sondern eine Geschichte, in der sich das Unheimliche langsam in etwas Größeres verwandelt. Genau das macht die Leseprobe für mich spannend – auch wenn sie mich eher auf eine unterschwellige als auf eine brachiale Art gepackt hat.