Atmosphärischer Horror mit absolutem Suchtfaktor!

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skygirl Avatar

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„Komm spielen“ hat mich komplett überrascht. Aufgrund der Einordnung als Thriller hatte ich zunächst mit einem eher klassischen Spannungsroman gerechnet, bekommen habe ich aber deutlich mehr: eine düstere, atmosphärische Geschichte mit starken Horror- und Mysteryelementen, die mich stellenweise wirklich gegruselt hat.

Linwood Barclay schafft es schon nach wenigen Seiten, eine unterschwellige Bedrohung aufzubauen, die sich im Laufe der Handlung immer weiter steigert. Gerade der Aufbau des Buches ist unglaublich gelungen. Die verschiedenen Zeitsprünge und Perspektivwechsel wirken nie verwirrend, sondern tragen enorm dazu bei, dass die Spannung konstant anzieht und man immer weiterlesen möchte. Für mich war das ein Buch, das man kaum aus der Hand legen kann, sobald man einmal angefangen hat.

Besonders gut gefallen hat mir Annie als Hauptfigur. Ihre Gedanken, Ängste und Reaktionen wirken sehr authentisch und nachvollziehbar, wodurch man schnell mit ihr mitfühlt. Auch die Atmosphäre in Castle Creek fand ich extrem gelungen: Nach außen wirkt alles ruhig und idyllisch, gleichzeitig liegt aber die ganze Zeit etwas Unheilvolles über dem Ort.

Der Schreibstil von Linwood Barclay ist dabei ein großer Pluspunkt. Sehr flüssig, bildhaft und spannend, ohne unnötige Längen. Vor allem die Mischung aus psychologischer Spannung, Mystery und Horror funktioniert hier hervorragend. Manche Szenen hatten echtes Gänsehautpotenzial.

Wer allerdings einen reinen Thriller erwartet, könnte überrascht werden, denn für mich geht das Buch schon deutlich mehr in Richtung Horror. Genau das hat es für mich aber so besonders gemacht.

Für mich definitiv eines der besten Bücher dieses Jahr und ganz klar 5 von 5 Sternen.