Kleinstadtidylle mit Geheimnissen

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Mit „Komm spielen“ hat Linwood Barclay einen Thriller geschrieben, der mich wirklich überrascht hat. Eigentlich hatte ich mit einem klassischen Psychothriller gerechnet, doch die Geschichte entwickelt sich nach und nach zu etwas deutlich Düstererem und Unheimlicherem. Gerade die Mischung aus Thriller, Mystery und leichtem Horror macht das Buch so besonders.

Die Geschichte rund um Annie und ihren Sohn Charlie, die nach einem schweren Schicksalsschlag nach Castle Creek ziehen, beginnt zunächst ruhig und beinahe idyllisch. Doch schon bald kippt die Stimmung. Seltsame Unfälle und rätselhafte Ereignisse häufen sich und sorgen für eine immer bedrohlichere Atmosphäre. Vor allem die alte Modelleisenbahn sorgt dabei für echte Gänsehautmomente.

Besonders gut gefallen hat mir die beklemmende Atmosphäre. Barclay zeigt eindrucksvoll, dass hinter der scheinbar friedlichen Kleinstadtidylle etwas Dunkles verborgen liegt. Die kurzen Kapitel und der flüssige Schreibstil sorgen zusätzlich dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte.

Auch Annie als Hauptfigur konnte mich überzeugen. Ihre Ängste und Sorgen wirken glaubwürdig und nachvollziehbar, wodurch man schnell mit ihr mitfühlt. Die verschiedenen Handlungsstränge halten die Spannung konstant hoch und machen die Geschichte noch packender.

Für mich war „Komm spielen“ deshalb ganz anders als erwartet – aber gerade dadurch überraschend gut und definitiv eines der spannendsten Bücher der letzten Zeit.