Mega spannender Horror-Thriller - mein absolutes Jahreshighlight!

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chuckipop Avatar

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"Komm spielen" von Linwood Barclay ist als Taschenbuch beim Aufbau Verlag erschienen und bietet allerspannendstes Lesevergnügen auf 512 Seiten.

Annie Blunt ist eine sehr erfolgreiche Autorin für Kinderbücher, hat jedoch in den letzten Monaten sowohl beruflich als auch privat einige üble Schicksalsschläge erlitten. Darum beschließt sie, dass ihr Sohn Charlie und sie dringend eine Auszeit benötigen und die beiden ziehen für unbestimmte Zeit in einen kleinen Ort in Vermont. Castle Creek ist beschaulich und angenehm, jedoch ereignen sich dort plötzlich merkwürdige Dinge, seltsame Unfälle und unerklärliche Begebenheiten. Und irgendwie scheint es eine kleine Gemeinsamkeit zu geben...

Der einladende, lockende Titel im Einklang mit dem teilweise blutroten Cover machten mich sofort neugierig auf mehr, und bereits der Prolog ist so packend geschrieben, dass ich komplett in die Story abgetaucht bin.
Linwood Barclay schreibt so bildreich und detailliert, dass ich das Buch überhaupt nicht mehr zur Seite legen konnte. Seine Ideen sind grandios und unglaublich kreativ und das Zusammenspiel von Schauplätzen, Charakteren und Ereignissen erzeugt eine dichte und fesselnde Atmosphäre, so dass mir beim lesen das eisige Grauen langsam den Nacken hochkroch und sich nicht mehr vertreiben ließ!

Es gibt zwei unterschiedliche Zeit- und Handlugsstränge, die eng miteinander verwoben sind und durch denstetigen Wechsel für permanente kleine Cliffhanger und zahlreiche Überraschungen sorgen.

Die erzeugte Stimmung ist einfach grandios, Schlaf wird zur Nebensache, nur weiterlesen ist wichtig - wenn man einmal auf den Zug aufgesprungen ist! Wenn Ihr das Buch lest, wisst Ihr ganz bald, was ich meine...;) Ach ja, und wer Modelleisenbahnen bisher als harmloses Spielzeug betrachtet hat, wird nach der Lektüre vermutlich anders darüber denken...

Die Protagonisten fand ich unglaublich gut angelegt, jede ihrer oft scheinbar kleinen Eigenschaften war perfekt ausgeklügelt und hatte durchaus ihren Sinn und Zweck - großartig gemacht!

Linwood Barclay lese ich ohnehin sehr gern, aber dieser Thriller, der mit Horrorelementen, ein wenig Übernatürlichem und zahlreichen wirklich aufsehenerregenden Wendungen gespickt ist, hat mich total begeistert und stark an den frühen Stephen King erinnert!

Wer Stephen Kings "Needful Things" (In einer kleinen Stadt) geliebt hat, wird "Komm spielen" ebenfalls total feiern!