Netz des Chaos

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Die Kinderbuchautorin Annie hat gleich zwei traumatische Erlebnisse zu verkraften. Zuerst stirbt ein kleiner Junge tragisch, als er eine Szene aus ihrem Buch nachahmt und kurz darauf verliert sie ihren Mann bei einem Verkehrsunfall. Von ihrem Mentor und Herausgeber animiert, flieht sie mit ihrem Sohn aus New York in ruhigere ländliche Gefilde. Aber auch hier geschehen plötzlich seltsame Dinge, ein tragischer Unfall reiht sich an den nächsten. Annie kann sich keinen Reim darauf machen und als sie merkt, dass ihr Sohn in Gefahr schwebt, muss sie handeln, um das Böse zu besiegen...

Der internationale Autor Linwood Barclay ist mit seinem Thriller "Komm spielen" in die großen Fußstapfen von Stephen King getreten. Er erzählt die Geschichte in einem sehr bildreichen und hervorragend zu lesenden Schreibstil, der mich schnell in den Bann ziehen konnte. Der Spannungsbogen wird über die Situation um die Hauptprotagonistin Annie, sowie den rätselhaften und mysteriösen Vorkommnissen in der kleinen amerikanischen Idylle sehr gut aufgebaut und über die weitere Entwicklung stets auf einem aus meiner Sicht hohen Niveau gehalten. Es entwickelt sich eine paranormale Geschichte, die mit Spannungs- und Schockmomenten zu überzeugen weiß. Die geschickte Erzählweise erzeugte bei mir einige Überraschungsmomente, in denen sich die Erzählstränge zu einem Ganzen zusammenfügen. Das fulminante Finale rundet die Story dann mit einer schlüssigen und für mich sehr zufriedenstellenden Auflösung gelungen ab, was bei solcher Art mystischer Bücher gar nicht so einfach ist.

Insgesamt ist "Komm spielen" aus meiner Sicht ein außergewöhnlicher Thriller, der eher das Genre Horror bedient, ohne aber das Blut aus den Seiten fließen zu lassen. Linwood Barclay arbeitet eher mit kleinen Schockmomenten, die das Buch für mich zu einem Page-Turner machten. Es trägt eine eigene Handschrift aber basiert sicherlich auf den Wurzeln des Spannungsautors Stephen King, was hier als positiv wahrgenommen werden sollte. Daher empfehle ich es auch sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.