Spannung und Grusel

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
tigerbea Avatar

Von

Die Schriftstellerin Annie hat ein schweres Jahr hinter sich. Erst nimmt sich ein Kind eine Figur ihrer Kinderbücher zum Vorbild und stürzt sich vom Balkon, danach wird ihr Mann überfahren. Sie nimmt sich mit ihrem kleinen Sohn Charlie für ein paar Wochen eine Auszeit in einem Ferienhaus in Castle Creek. Hier scheint jedoch etwas nicht zu stimmen. Merkwürdige Unfälle reihen sich aneinander, die Nachbarin reagiert komisch und Annie hört Geräusche und sieht Dinge, die gar nicht vorhanden sein können. Und auch Charlie gerät in große Gefahr.

Mit "Komm spielen" hat sich Linwood Barclay vom Krimi hin zum Horror bewegt. Für mich ein sehr gelungenes Experiment, was mich nicht nur durch die Ähnlichkeit von Castle Creek und Castle Rock an Stephen King erinnert hat. Der Horror-Thriller überzeugt durch eine düstere und unheimliche Atmosphäre, die den Leser sofort umgibt. Hier ist Gänsehaut vorprogrammiert. Die Handlung wird aus mehreren Perspektiven dargestellt. Zum einen hat man die Schriftstellerin Annie, die in Castle Creek wieder zur Ruhe kommen möchte, zum anderen Polizeichef Harry Cook im nahegelegenen Lucknow, der mehrere mysteriöse Unfälle und das Verschwinden mehrerer Personen aufzuklären hat. Beide waren mir äußerst sympathisch und ich habe mit ihnen gezittert, daß alles gut geht. Wie jedoch Harry und Lucknow in die Handlung gehörten, hat mich sehr überrascht. Damit hatte ich nicht gerechnet. Der Schluß des Buches war dann für mich etwas abstrus und an den Haaren herbeigezogen, was dem Spaß aber nicht geschadet hat. Ich kann dieses Buch sehr empfehlen!